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Bartagamen

BartagamenBartagame sind beheimatet in Australien. Sie leben in den Wüstengebieten des australischen Kontinents. Bartagamen sind leicht zu finden, denn die Agamen sind insgesamt nicht sehr scheu. Bartagamen wirken sehr eindrucksvoll, dadurch sind sie leicht zu erkennen und aufzuspüren. Die auffallenden Tiere räkeln sich gerne in den Morgenstunden in der Nähe des Straßenrandes auf dem warmen Asphalt und wärmen sich hier auf. In Ihrem Heimatland werden die Reptilien wegen dieser Angewohnheit auch häufig von rücksichtslosen Autofahrern überfahren.

Es ist beruhigend zu wissen, dass Bartagamen in ihrem natürlichen Lebensraum nicht zu den bedrohten Arten gehören. Zahlreiche private Pfleger lieben, hegen und pflegen ihre tierischen Zeitgenossen. Auch in Zoos und Tierparks sind unterschiedliche Agamen Arten zu sehen. Gerade die Pogona vitticeps – Bartagame wird gerne und häufig gehalten. Bartagame sind bei Menschen sehr beliebt! Dies kommt auch daher, dass Sie ganz ideale Terrarienechsen sind. Die Nachfrage nach dieser Reptlie wird beinahe vollständig mit zahlreichen Nachzuchten gedeckt.

Bartagamen werden durch ihr Erscheinungsbild von den Pflegern auch liebevoll als kleine „Drachen“ bezeichnet. Sie könnten auch mit Mini-Dinosauriern verglichen werden. Die Namen erhalten Sie als freundschaftliche Geste, einen wissenschaftlichen Hintergrund hat dies nicht. Der Sympathie Wert zu diesen eigenwilligen Reptilien ist offenbar sehr hoch, ein Grund mehr, das Verhalten der Tiere auch zu verstehen.

Werden Bartagamen in die Enge getrieben, können Sie durchaus auch einmal fauchend und mit dem Schwanz peitschend aufstampfen. In dieser Situation stellt sich der Bart stark auf. Ein weiteres Indiz ist, dass sich dann der Bart auch noch schwarz einfärbt. Dieses Verhalten zeigen die männlichen Bartagamen sehr viel charakteristischer als die Weibchen. Wenn sie entspannt sind, fressen Bartagamen dir auch Löwenzahnblätter aus der Hand. Sie sind eindrucksvolle und äußerst friedliche Lebensgenossen. Prinzipiell kannst du davon ausgehen, dass Bartagamen gerne ihre Ruhe genießen. Die Reptilien möchten daher eigentlich auch nicht gestreichelt werden. Die erfahrenen Tierhalter sind zwar sehr unterschiedlicher Meinung in Bezug auf ihre Bartagamen, doch ich vertrete nach meinen Erfahrungen mit Bartagamen vehement diesen Standpunkt.

Was macht die Bartagamen so liebenswert?

Für mich ist es in erster Linie ihre große Zutraulichkeit. Zudem schätze ich ihre außerordentliche Aufmerksamkeit. Unsere Bartagamen zeigen ein breites Verhaltensspektrum und auch ihre wunderbare Farbenpracht faszinieren uns täglich aufs Neue. Es variiert häufig und es macht immer wieder Freude sie in Ihrem Terrarium zu beobachten. Alle diese Fakten machen die Bartagamen für uns so sehr liebenswert. Bartagamen-Pfleger können sich die Tiere leisten, denn sie sind zu einem erschwinglichen Preis zu haben. Zudem sind die Tiere auch pflegeleicht, wenn man sich ein bisschen mit ihrem Verhalten beschäftigt. Auch das Futter ist günstig und leicht zu beschaffen. Bartagamen mögen mindestens zu 50 % pflanzliches Futter. Im höheren Alter steigt dieser Anteil sogar noch an. Wir erinnern uns, sie sind Australier, deswegen nehmen sie auch richtig gerne ein Sonnenbad. Von Bartagamen kannst du das Genießen lernen. Sie ziehen sich gerne in schattige Bereiche ihres Terrariums zurück und Relaxen.

Bartagamen zu pflegen heißt zwangsläufig auch, immer wieder Schaben, Grillen und Heuschrecken einzukaufen. Diese Insekten sind als Futtertiere bei Bartagamen außerordentlich geschätzt. Mit diesem Lebendfutter kannst du dich bei deinen Bartagamen so richtig beliebt machen, daran führt auch wirklich kein Weg vorbei. In diesem Bewusstsein sollten die Überlegungen zur Anschaffung beginnen. Die Bartagamenhaltung wird wie jede andere Tierhaltung auch das Leben der Familie, des/der Partners/in oder deiner weiteren Mitbewohner verändern. Die Überlegung, ob sich dies mit eigenen Vorstellungen und der der Mitbewohner vereinbaren lässt ist bei jeder Anschaffung eines Tieres notwendig.

Diese Artikel dienen vor allem den Pflege-Anfängern. Wenn du dich mit dem Gedanken einer Anschaffung trägst. Auch die erfahrenen Bartagamen – Pfleger, die einen Terrariumsbau im Fokus haben werden hier Anregungen in den entsprechenden Artikeln finden. Ansonsten ist die Seite allen gewidmet, die Freude an der Pflege und Aufzucht von Bartagamen haben. Ein guter Erfahrungstausch ist letztendlich auch immer hilfreich, auch ich lerne immer noch dazu.

Beschreibung der Bartagamen

Diese Reptilien sind mittelgroße Echsen. Ihre natürliche Heimat ist Australien. Der wissenschaftliche Name der Gattung ist Pogona. Dies leitet sich aus dem griechischen Begriff „pogon“, zu deutsch „Bart“ ab. Es hat zudem einen Bezug auf die stachelbesetzte Kehlhaut der Bartagamen.

Die Gattung Pogona vitticeps- Bartagamen zeichnet aus durch die Fähigkeit, mit Hilfe des Zungenbeinapparates ihre Kehle, einen mit Schuppen besetzten “Bart” aufstellen zu können. Dieses Können ist zudem auch Namens gebend für die Reptilien. Dieses außerordentliche Talent nutzen sie vorrangig als Abwehrmechanismus. Sie verwenden es in weiteren ganz differenzierten Verhaltensmustern, zum Beispiel auch bei Aggressionen. Auf dieses Verhalten wird in weiteren Erläuterungen noch näher eingegangen.

Bartagamen – Arten, die den Bart am eindrucksvollsten aufstellen:

• Die streifenköpfige Bartagamen Pogona vittceps
• Die Mitchelles Bartagamen – P. mitchelli
• Die östliche Bartagamen – P.barbata
• Die Nullarbor – Bartagamen – P. nullarbor

Die Gesamtlänge der größten Bartagamen-Art, der Pogona barbata, ist mit ca. 60 cm schon außerordentlich. Die kleinste Art, die P. henrylawsoni, misst lediglich etwa 30 cm. Ihr Körper ist gedrungen abgeflacht und zudem an den Körperseiten mit Stacheln besetzt. Die Sie hat kurze und untersetzt ausgebildete Vorder- und Hinterbeine. Der Kopf der Reptilien ist kurz und ist eher dreieckig ausgebildet. Auch der Hinterkopf und der Nacken hat Stachelschuppen. Diese drachenartigen Stachelschuppen sehen gefährlicher aus, als sie tatsächlich sind. Streicht man sanft über diese seitlich befindlichen Stachel fällt auf, dass diese rasch nachgeben. Mit sanftem Druck merkt man, dass diese ganz weich sind. Die Natur hat dies wohl eingerichtet um Eindruck zu schinden. Eine ernsthafte Wirkung haben sie wohl nicht.

Die leicht abschreckende Konsequenz bemerken wir immer wieder, wenn Besucher unsere geliebten kleinen „Drachen“ als ziemlich unheimlich empfinden. Jede der Bartagamen Arten weist eine unterschiedlich und ganz Art typische Bestachelung auf. Zwischen der Augen- und Ohröffnung verläuft ein buntgefärbtes Band.

Bei unserem Albert ist dieses Band rot-orange und bei der Bartagamendame Johanna ist es ein wunderschönes gelb-grünes Band. Je nach Bartagamen Zugehörigkeit sind die Ohren oval bis dreieckig ausgebildet. Der entscheidende Anteil fällt bei der Gesamtlänge auf den Schwanz. Der Schwanz wird zum Körper hin bei den meisten Agamen sehr dick. Dies ist unterschiedlich ausgebildet und wird zudem erst mit den Jahren deutlich ausgeprägt. Die Maulschleimhäute sind entweder gelb oder rot in der Ausfärbung. An der Oberseite des Schwanzes ist eine schwach ausgeprägte Bänderung. Die größte Anzahl der Bartagamen zeigen auf der hellen Grundfarbe schöne dunkle Zeichnungen. Die meiste Zeit sehen sie eher schlicht aus und tragen Tarnfarben. Wenige wilde Populationen zeigen spektakuläre Rot-, Gelb- oder Orangefärbungen. Dies hat einen direkten Zusammenhang mit der Herkunft, denn Bartagamen passen sich farblich ihrer Umgebung an. Solche Arten gelten als äußerst schick, deswegen sind sie wohl auch richtig teuer.

Häufig werde ich von unerfahrenen, vermutlich wohl keine Bartagamen Halter, gefragt ob Bartagamen ihren Schwanz abwerfen können. Nein, wie können dies nicht, sollten sie ihn verlieren, wächst er auch entgegen den kursierenden Gerüchten nicht mehr nach. Gesetzliche Vorgaben, welche Pfleger zur Meldung verpflichtet, gibt es zwar nicht, doch die Mindestanforderung an die Haltung von Reptilien im Allgemeinen sollten immer eingehalten werden. Diese Vorgaben gelten selbstverständlich auch für Bartagamen. >> Mindestanforderung an die Haltung von Reptilien. Wenn Sie sich für die Pflege von Reptilien entscheiden, tragen Sie eine entsprechend große Verantwortung. Mir fällt der Satz des bekannten Michael Mittermeier ein: [...]aber wenn sie dich nur einmal anschauen, dann kriegst alles wieder zurück[...]

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Über die Autoren

Bereits seit 2004 sind wir (Bianka & Oliver) stolze Pfleger eines Bartagamen Pärchens (Johanna & Albert). Im Bereich Terrarienbau finden alle Bastelwütigen eine bebilderte Anleitung für die Planung und eine für die Umsetzung).

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