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Beleuchtung im Terrarium

Beleuchtung und die Heizung des Bartagamen Terrarium
Ein Terrarium zu bauen oder zu kaufen reicht für die Erstausstattung des neuen Bartagamen Heims noch nicht. Gleich nach dem Kauf oder dem glücklichen aber Schweiß treibenden Abschluss des Terrarienbaus stellt sich die Frage nach der Beleuchtung. Die Anfänger sehen sich vor einer oft unübersichtlichen Thematik. Beim Kauf der Beleuchtung deines neuen Terrariums folgst du am Besten unseren nachstehenden Empfehlungen und profitiere von unseren Erfahrungen.

Die Temperatur und die Helligkeitsintensität spielen eine ganz entscheidende Rolle beim Wohlfühlfaktor deines Bartagamen. Ihre natürliche Umgebung, die Wüstengebiete Australiens, sind sonnendurchflutet und warm. Daher ist es für ein gesundes Leben der Bartagamen wichtig, dass sie diese Bedingungen bei dir auch vorfinden. Aus diesem Grund kommt der Beheizung des Terrariums eine ganz wichtige, ja elementare Bedeutung zu. Der Fachhandel bietet eine reichliche Auswahl an ganz verschiedenen Beleuchtungssystemen für Terrarien. Du könntest auch ein Beleuchtungsset wählen.

Eine wichtige Grundregel gibt es: Das Bartagamen – Terrarium sollte so hell wie eben möglich ausgeleuchtet sein. Es muss allerdings deinen Tieren einerseits warme Plätze anbieten. An warmen Plätzen mögen sie sich gerne aufheizen. Sie brauchen aber auch schattige Rückzugsplätze, denn sie möchten ab und an ihre Ruhe haben. Bartagamen die in dunklen Terrarien leben müssen werden mit der Zeit überwiegend inaktiv. Sie fühlen sich nicht wohl und verweigern in Folge auch das Futter. Ein Alarmzeichen ist auch wenn sie sich dauerhaft zurückziehen. Im schlimmsten Fall können die Bartagamen durch einen Helligkeitsmangel auch eingehen. Die Haltung von Bartagamen erfordert einigen technischen Aufwand. Die Strom führenden Teile werden meist ziemlich heiß. Deshalb müssen diese in jedem Fall außerhalb der möglichen Reichweite deiner Tiere angebracht werden. Zusätzlich muss man auch darauf achten, dass sie Spritzwasser geschützt sind. Die Strahler mit einer Leistung über 60 Watt sollten Sicherheits-Keramikgewinde haben. Bei elektrischen Installationen solltest du mit großer Vorsicht ans Werk gehen! Im Zweifelsfall ist es auf jeden Fall besser einen kundigen Fachmann zu Rate zu ziehen oder zu beauftragen. Das Angebot ist groß, sicherlich wert ihr nach den eigenen Gegebenheiten eine geeignete Lösung finden.

Quecksilberdampflampen haben eine hohe Leuchtkraft, HQI-Strahler sind sparsam
Quecksilberdampflampen sind ein Beleuchtungsmittel mit geeignetem Spektrum. Die HQI-Strahler haben eine beträchtliche Lichtausbeute mit einem relativ niedrigen Stromverbrauch. Diese mit einem Vorschaltgerät zu verwendenden Strahler sind recht teuer. Trotzdem sollte man sie den günstigeren HQL-Lampen vorziehen. Diese bekommt man auch gebraucht oftmals günstig und sind eigentlich nur zu empfehlen. Für ein durchschnittliches Terrarium verwendet man zwei Mal eine 70 Watt oder eine 150 Watt Lampe. Als Leuchtmittel für das Terrarium eignen sich die Farbtöne HIT-DE 150 NW, D oder NDL. Meist Flackern die Lampen nach einigen Jahren, dann sollte sie unbedingt ausgewechselt werden.

Falls du dich doch für die HQL (Quecksilberdampflampe) entscheidest, kaufe eine 125 Watt Lampe. Die Leuchtkraft des HQL-Lampentyps nimmt stetig ab. Dieses Leuchtmittel muss man halb jährlich wechseln. Die beschriebenen Lampen liefern allesamt keine UV-Strahlung!

UV-Bestrahlung ist notwendig für Bartagamen
Bartagamen sollten als Jungreptilien und adulte Tiere mit UVA (Wert 320-400 nm) und vor allem mit UVB- Strahlen (Wert 280-320 nm) bestrahlt werden. Die Wüstentiere brauchen diese künstlichen „Sonnenstrahlen“ auch in ihrem neuen Zuhause unbedingt. Es ist für ihre Gesundheit sehr wichtig und es fördert zudem ihre Aufmerksamkeit. Mit ausreichender „Sonnenbestrahlung“ wird auch die Fortpflanzungsbereitschaft der Pärchen erhöht. Ganz wichtig ist die UV-Bestrahlung zur Produktion des körpereigenen Vitamins D3. Die Mineralisierung des Tierkörpers wird dadurch sichergestellt. Vitamine erhält dein Bartagame durch die Nahmung und das D3 könnte auch in synthetischer Form gegeben werden. Diese künstliche Beigabe muss immer mit außerordentlich viel Feingefühl betrieben werden.

Der Anfänger ist besser beraten, das Terrarium auf jeden Fall mit ausreichenden Dosen von UV-Licht zu bestrahlen. Gute Erfahrungen wurden uns von der Produktreihe Iguana 5.0 (Zoo Med) berichtet. Die Reichweite des wirksamen UV-Anteils beträgt auch bei den Röhren höchstens 20 – 30 cm. Sie wird außerdem vom Glas fast vollständig herausgefiltert. Die Ausbeute kannst du erhöhen, indem du sie mit einem Reflektor versiehst. Auch diese Lichter werden alle sechs Monate ausgewechselt, damit die Lichtausbeute gewährleistet bleit. Seit vielen Jahren werden von den Pflegern mit bester Zufriedenheit die 300 Watt Ultralux-Strahler von Osram verwendet. (gibt es z.B. bei Reptilica.de – einfach in der Suche “300 Watt Ultralux-Strahler” eingeben). Die Bartagamen sollten durch eine Tag für Tag steigernde Bestrahlungsdauer an die beträchtlichen Strahlungswerte langsam gewöhnt werden. Dies solltest du langsam steigern, bis eine Brenndauer von 30 – 60 Min. erreicht ist. Ein bis zwei Mal jeden Tag, gut eignet sich hierfür die Mittagszeit, versorgt die eingeschaltete Lampe deine Bartagamen. Sie erhalten mit dieser Versorgung eine zusätzliche Lichtgabe und die wichtige UV-Bestrahlung. Der Typ Ultravitalux – Strahler oder ähnliche und vergleichbar gute Typen benötigen ein paar Minuten, zum Aufheizen. Vorsicht bei sehr große Hitze! In einem wenig belüfteten Terrarium kann es rasch zu einer Überhitzung kommen. Es sollte ein Abstand von mindestens einem Meter zu den Tieren eingehalten werden.

Eine moderne Neuheit für die Terraristik sind die UV – Spotstrahler. Sie sind mit einem ähnlichen Bauprinzip wie die häufig eingesetzten Ultravitalux – Strahler hergestellt. Sie haben eine geringere Wattstärke und könnten ganztägig brennen. (z.B. bei Reptilica.de – einfach in der Suche “Ultravitalux-Strahler” eingeben). Es ist grundsätzlich wichtig, sich genau an die Anweisungen der Hersteller zu halten. Die Erfahrungen mit diesem Lampentyp sind durchweg positiv. Diese Lampen müssten im Prinzip genauso jedes halbe Jahr ausgetauscht werden. Neben dem lebenswichtigen UV-Anteil liefern diese Lampen dem Bartagamen als Spotstrahler auch eine ausreichende Hitze. Durch die Bestrahlung mit diesen Lampen werden die lebensnotwendigen warmen Stellen für das Tier geschaffen.

Spotstrahler
Bartagamen lieben es, ihren Körper richtig intensiv aufzuwärmen. Zur guten Verdauung verbringen unsere Tiere etliche Zeit des Tages unter dem wohlig warmen Spotstrahler. Es gibt zur Versorgung deiner Tiere viele geeignete Angebote. Im Terrarium sollten nicht nur UV – Strahler angebracht sein. Die Bartagamen müssen auch die Möglichkeit haben, sich ebenso ohne ein UV-Licht aufheizen zu können.

Auch ein Thema: Heizkabel, Heizmatten oder Heizsteine
Bewährt haben sich zur Wärme im Terrarium auch Heizkabel oder Heizmatten. Die Installation kannst du am Besten im Bereich der hellsten Beleuchtung durchführen. Im natürlichen Lebensraum der Bartagamen wärmen sich Sand und Boden, Steine oder auch der Straßenasphalt stark auf. Hierdurch entstehen lokale Temperaturen, die weit über der üblichen Lufttemperatur liegen. Die Umgebung bleibt auch noch bei Anbruch der Dunkelheit aufgeheizt. Steine, Sand usw. geben daraufhin kontinuierlich noch viel Wärme ab. Im Terrarium können die Tiere ihre natürliche Umgebung oft nicht nachempfinden. Wenn die Reptilien sich in ihrer neuen Umgebung in den Boden eingraben, wird es immer kälter, je tiefer sie graben. Wurde eine Heizmatte in den Boden des Terrariums installiert, verhält es sich genau umgekehrt: je tiefer sie graben um so wärmer wird es und das ist falsch. Die Möglichkeit dies zu verhindern wäre, indem das Heizkabel unter den Steinen verbaut wird. Es könnte auch an Stellen integriert werden, an denen nur wenig Bodensubstrat aufliegt. Heizkabel müssen zwingend so fixiert werden, dass die Bartagamen sich nicht daran verletzen können.

Im Zoofachhandel werden auch Heizsteine angeboten. Das könnte auch eine sinnvolle Ergänzung im Terrarium sein (z.B. bei Reptilica.de – einfach in der Suche “Heizstein” eingeben). Einige Heizsteine erreichen allerdings nicht die erforderlichen Temperaturen, während andere Modelle zu heiße Stellen aufweisen. Die Bartagamen könnten sich an diesen Temperaturen verbrennen. Wir raten dringend, die Heizsteine einige Stunden zu testen und die Temperatur zu messen, um dies vor dem Einlegen in das Terrarium zu prüfen.

Beleuchtung Bartagamen Terrarium

Keramikheizstrahler kommen nur noch sehr selten zum Einsatz. Sie wärmen zwar die Lufttemperatur ganz gut an, geben jedoch keine Helligkeit ab. Gefährlich ist zudem dass sie eine Verbrennungsgefahr darstellen. Für außerordentlich kalte Räume oder auch in ausnehmend kalten Nächten wäre auch deren Verwendung denkbar. Von Infrarotstrahlern können wir nur abraten. Die Strahlung dringt in die tiefen Hautschichten des Tieres vor und könnte Verbrennungen verursachen.

Beleuchtung Bartagamen Terrarium

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Über die Autoren

Bereits seit 2004 sind wir (Bianka & Oliver) stolze Pfleger eines Bartagamen Pärchens (Johanna & Albert). Im Bereich Terrarienbau finden alle Bastelwütigen eine bebilderte Anleitung für die Planung und eine für die Umsetzung).

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