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Über Bartagamen (Pogona vitticeps)

Bartagamen

Bartagame sind Australier! Bartagamen sind zu Hause in den
Halbwüsten und Wüsten Australiens. Man braucht sie nicht lange zu 
suchen, denn ihre geringe Scheu und die eindrucksvolle Gestallt sorgen
 dafür, dass man sie sehr leicht erkennt. Bartagamen sitzen zumeist
in den Vormittagsstunden nah am Straßenrand oder auch unmittelbar auf 
dem Asphalt um ihren Körper zu wärmen. Leider werden so auch viele
 Bartagamen zum Opfer von rücksichtslosen Autofahrern. Dennoch gehören
 Bartagamen in der Natur nicht zu den bedrohten Arten und sind zudem in 
Zoos, Tierparks und bei privaten Pflegern beliebte Zeitgenossen. Die 
Bartagame (Pogona vitticeps) ist eine häufig gehaltene Reptlie.
 Bartagame sind beliebt! Sie sind eine ideale Terrarienechsen und auch
der Bedarf an Bartagamen wird nahezu vollständig durch Nachzuchten
gedeckt.

Oft werden Bartagamen aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes  mit  “Drachen” oder auch mit
kleinen Dinosauriern verglichen. Dies hat natürlich keinen 
wissenschaftlichen Hintergrund und ist eher als weiterer 
Symphatie-Faktor dieser Tiere zu verstehen. Wird ein Bartagame in die
 Ecke gedrängt, kann er aber durch aus mal fauchend und mit dem Schwanz
peitschend auf den Boden stampfen und stellt zudem seinen Bart mächtig 
auf, welcher sich dann schwarz verfärbt. Dies ist bei den männlichen
 Bartagamen ausgeprägter als bei den weiblichen Bartagamen. Ansonsten 
sind Bartagamen sehr friedliche Zeitgenossen, welche durchaus auch 
Löwenzahnblätter aus der Hand fressen. Grundsätzlich sind Bartagamen 
aber froh in Ruhe gelassen zu werden, möchten also nicht gestreichelt
 werden. Hier gehen die Meinungen auch bei erfahrenen Bartagamen Pflegern 
auseinander, jedoch vertrete ich diesen Standpunkt. Nicht zuletzt die
 Zutraulichkeit und Aufmerksamkeit der Bartagamen, sowie das breite
 Verhaltensspektrum und auch ihre Farbenpracht, welche variieren kann
tragen machen die Bartagamen so liebenswert. Bartagamen sind zudem
erschwingliche Tiere, welche pflegeleicht sind. Auch die Ernährung ist
 günstig und einfach, da Bartagamen sich bis zu 50 % pflanzlich ernähren,
im höheren Alter sogar mehr. Genau so gerne wie sie ein Sonnenbad
nehmen, ziehen sich die Bartagamen auch mal in schattige Bereiche des
Terrariums zurück und genießen den Tag.

Wer sein Leben mit Bartagamen teilt, teilt es zwangsläufig auch mit Schaben, Grillen und
 Heuschrecken, welche als Futtertiere bei den Bartagamen sehr beliebt
 sind. Daran führt kein Weg vorbei! Wer sich dessen nicht bewusst ist, 
sollte bei Überlegungen zur Anschaffung von Bartagamen spätestens jetzt 
ernsthaft drüber nachdenken ob sich das mit Familie, Partner/in oder
Mitbewohner und auch mit sich selbst vereinbaren lässt. Diese Seite
 dient vor allem Anfängern, welche sich Gedanken über eine Anschaffung 
machen, aber auch fortgeschrittenen Bartagamen Pflegern, welche sich dem
 Terrarienbau widmen und sonst auch allen, die Spaß an Bartagamen und
auch dem Erfahrungstausch haben.

Beschreibung

Bartagamen sind 
mittelgroße Echsen, die in Australien vertreten sind. Charakterisch für
 Bartagamen  dieser Gattung (Pogona vitticeps), ist das Vermögen,
mit Hilfe des Zungenbeinapparates ihre Kehle (den mit Schuppen besetzten
namensgebenden “Bart”) aufstellen zu können. Dies nützen sie in erster
Linie als Abwehrmechanismus, aber auch bei Agression und weiteren
 differenzierten Verhaltensmustern, welche im späteren Verlauf noch näher 
erleutert werden. Die Streifenköpfigen Bartagame (Pogona vittceps), Mitchelles Bartagame (P. mitchelli), die östlichee Bartagame (P.barbata) und die Nullarbor-Bartagame (P. nullarbor) sind
 diejenigen Arten der Gattung, die den Bart am eindrucksvollsten
aufstellen können.

Der wissenschaftliche
 Gattungsname Pogona leitet sich vom griechischen Wort “pogon” (”Bart”)
 ab und bezieht sich auf die stachelbesetzte Kehlhautder Bartagamen
Die Gesammtlänge der größten Art (Pogona barbata) beträgt ca.
60 cm, die kleinste Art (P. henrylawsoni) ca. 30 cm. der Körper ist
 gedrungen abgeflacht und an den Seiten mit Stacheln besetzt. Die Vorder und Hinterbeine sind kurz und kräftig ausgebildet. Der Kopf ist kurz und
hat eine dreieckige Form. Auch auf dem Hinterkopf und im Nacken
befinden sich Stachelschuppen, welche gefährlicher aussehen als sie 
sind. Streicht man den Bartagamen nämlich über die seitlichen Stachel,
 merkt man sofort, dass diese schnell nachgeben, ja sogar recht weich
sind und wohl mehr Eindruck schinden sollen, als das sie eine ernsthafte 
Wirkung hätten. Die abschreckende Wirkung, welche dadurch erzielt
 werden soll,  ist durchaus zu bemerken. Mehr als einmal waren 
unseren Besuchern die kleinen “Drachen” äußerst unheimlich. Manche 
reagieren fast apathisch, dies kann jedoch auch andere Hintergründe 
haben.

Jede Bartagamen Art weist eine arttypische Bestachelung auf.
 Zwischen Auge und Ohröffnung verläuft ein gefärbtes Band. Bei Albert,
unser männlicher Bartagame ist dieses rot-orange und bei Johanna, der 
Bartagamen Dame ist dies gelb-grün. Wunderschön wie ich finde. Je nach 
Art sind die Ohren der Bartagamen oval bis dreieckig ausgebildet. Etwas 
mehr als die Gesamtlänge entfallen dabei auf den Schwanz, welcher zum
Körper hin sehr dick wird. Dies unterscheidet sich etwas von Art zu Art,
 zudem prägt sich das bei Bartagamen erst mit den Jahren deutlich aus. 
Die Maulschleimhäute sind gelb oder rot. Betrachtet man die Oberseite
des Schwanzes erkennt man eine schwach ausgeprägte Bänderung. Die
 meisten Bartagamen präsentieren auf heller Grundfarbe dunkle
 Zeichnungen, im Großen und Ganzen eher schlicht und Tarnfarben. Nur
 einige Wildpopulationen weisen spektakuläre Rot-, Gelb- oder
 Orange Färbungen auf, dies hängt von der Herkunft ab, da auch diese sich
farblich ihrer Umgebung angepasst haben.  Solche Bartagamen sind
 nicht nur äußerst schick, sondern kosten auch eine richtige Stange Geld.
 Anders als von unwissenden nicht-Bartagamen Pflegern oft angenommen,
 können Bartagamen ihren Schwanz nicht abwerfen. Verlieren sie diesen
wächst er auch nicht mehr nach. Es gibt kein Gesetz, welches Pfleger zur 
Meldung verpflichtet, jedoch gibt es eines, welches die
Mindestanforderung an die Haltung von Reptilien im allgemeinen vorgibt. Dies gilt somit natürlich auch für Bartagamen >> Mindestanforderung an die Haltung von Reptilien

Wer sich für die Pflege von Bartagamen entscheidet, trägt damit auch
eine große Verantwortung, …aber, um es mit den Worten von Michael
Mittermeier zu sagen:

[...]aber wenn sie dich einmal ansehen, dann
kriegst alles zurück[...]

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Ein Kommentar
  • Jens Herberger sagt:

    Also ich finde Bartagamen echt tolle Tiere.
    Sie sind so ” Anmutent und Stark ”
    Ich werde mir in den nächsten Tagen auch welche anschaffen.
    Ich habe mich sehr über diese Tiere Informiert und freue mich
    schon sie Pflegen und behüten zu dürfen.

    Mit freundlichen Grüßen, euer

    Jens Herberger

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Über die Autoren

Bereits seit 1999 sind wir stolze Pfleger eines Bartagamen Pärchens (Johanna & Albert). Das Terrarium haben wir selbst umgesetzt. Im Bereich Terrarienbau finden bastelwütige Pfleger bebilderte Anleitungen für Planung und Umsetzung.

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