Aufzucht der Jungtiere
Das Terrarium zur Aufzucht von Jungtieren müsste ähnlich gestaltet sein, wie das Terrarium für die adulten Tiere. Es sollten also Sonnenplätze und Verstecke vorhanden sein. Es kann natürlich kleiner sein, damit es übersichtlich für den Pfleger ist. Außerdem sind sonst die Futtertiere für die Jungen nicht so leicht zu erjagen. Auch wenn das Aufzucht Terrarium etwas geringere Ausmaße haben kann, sollte es dem Bewegungsdrang der Kleinen Rechnung tragen. Als angemessenen Umfang für eine Jungtier Bartagamen-Gruppe für die ersten Lebenswochen könnte die Faustregel mit den Maßen 100 × 50 x 50 cm angenommen werden.
Bartagamen Babys in ihrem Aufzucht-Terrarium
Die Baby – Bartagamen werden in den ersten 5 – 9 Wochen in kleinen Tiergruppen großgezogen. Der Pfleger sollte die Jungtiere bei der Aufzucht im Terrarium äußerst genau im Auge haben. Bei genauer Beobachtung wird er auch feststellen, ob sich einige dominante Bartagamen aufspielen und die anderen unterdrücken.
Wie erkenne ich die Unterdrückung und was ist zu tun?
Die Unterlegenen verstecken sich meist abseits der bevorzugten Plätze. Sie halten sich in der Regel ständig am Boden auf oder probieren permanent aus dem Terrarium zu fliehen. Meist sind sie auch schmächtiger, denn sie fressen weniger. Es kommt auch vor dass sie gar nicht an den Futterbehälter gehen und sie schwächeln auch im Wachstum hinter den anderen drein. Die dominanten Jungtiere sollten deshalb möglichst rasch von den unterlegenen Tieren abgesondert werden.
Es gibt auch junge Bartagame, die einen Hang zum Kannibalismus haben. Sie knabbern gelegentlich in Schwanz und Füße ihrer Artgenossen. Erfahrene Züchter und Buchautoren berichten, dass man dieses Handlungsweise reduziert, wenn eine beliebte Futterpflanze zum annagen im Terratium ist. Dies sind z.B. Basilikum oder Golliwoog, die möglichst dauerhaft im Aufzucht – Terrarium vorhanden sein sollen (vgl. hierzu das Buch „Bartagamen“ von Köhler, Grießhammer, Schuster). Wenn der Pfleger feststellt, dass erkennbar kannibalistisch geprägte Jungtiere im Aufzucht Terrarium sind, sollten diese unbedingt gesondert aufgezogen werden.
Was ist bei der Fütterung in der Aufzucht zu beachten?
Jungen Bartagamen brauchen auf jeden Fall ausreichend viel Wasser. Dies müssen sie regelmäßig trinken, damit sie auf keinen Fall dehydrieren. Beobachtet der Pfleger, dass sie nicht von selbst trinken, dann muss er ihnen jeden Tag einige Tropfen Wasser mit Hilfe einer Pipette in oder aufs Maul träufeln. Dieses Geduldsspiel musst du so lange machen, bis sie das Wasser auch ablecken.
Jungtiere brauchen in den ersten Lebenswochen zwingend 2 – 3 mal täglich Lebendfutter. Im allgemeinen können sie die gleichen Futtertiere gefüttert bekommen wie die großen Verwandten. Die Lebendfuttertiere sollten allerdings klein sein, damit es keine Schwierigkeiten beim Fressen gibt. Du kannst dich an die bewährte Faustregel halten, dass ein Futtertier nicht größer sein darf, wie die Breite des Bartagamenkopfes.
Zusätzlich zu den Futtertieren darf auch immer eine Schale mit gemischtem, in feine Streifchen geschnittenem Gemüse, Salat oder/und Obst im Aufzucht Terrarium stehen. Diese Kost ist nicht so beliebt, deshalb dauert es auch eine ganze Weile bis die Tiere dies annehmen. Es ist trotzdem sinnvoll, denn so gewöhnt man die Rasselbande frühzeitig an diese Kost. Versäumt man dies, werden sie eventuell dauerhaft die pflanzliche Ernährung verschmähen. Es ist zum Verspeisen sinnvoll wenn die pflanzliche Kost in viele kleine leckere Stücke geschnitten wurde. Erfahrungsgemäß wird die vegetarische Kost nicht nur von den Jungtieren, sondern auch von adulten Bartagamen viel lieber akzeptiert.
Jungtiere im Aufzuchtterrarium
Für die rasch heranwachsenden Jung – Bartagamen ist Vitamin D3 und Kalzium in der Nahrungsaufnahme sehr wertvoll. Dies dient dem gesunden und stabilen Knochenbau und ist für ihre Gesundheit von großer Bedeutung. Ohne Vitamin D3 und Kalzium könnten die Jungtiere auch schnell einmal eine Rachitis bekommen. Zur Vorsorge ist es deshalb gut, wenn immer eine Schale mit Kalziumbröseln im Terrarium steht. Achte darauf, dass sie sich bei Bedarf auch wirklich bedienen.
Außerdem brauchen auch die kleinen Bartagamen täglich ihre UV-Dosis. Damit sie ausreichend bestrahlt werden, sollte im Bestfall die Ausleuchtung mit der Osram Vitalux in einem Abstand von mindestens 1 m zu den Tieren gewährleistet sein.
Die Mini – Bartagamen wachsen rasch und häuten sich hierbei auch natürlich auch oft. Der Pfleger muss bei der Aufzucht ganz exakt darauf achten, ob speziell die Zehen und die Schwanzspitze vollkommen gehäutet sind. Ist dies nicht der Fall, muss der Halter eben selbst ein wenig nachhelfen. Die Körperteile der jungen Tiere könnten ansonsten rasch eingeschnürt werden und das hemmt die Blutzufuhr. Die Folge wären ein späteres Absterben der betroffenen Gewebe und vielleicht auch Körperteile.
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