Eiablage
Im Schlussteil der Trächtigkeit sucht die Bartagame nach einer zweckentsprechenden Stelle zur Eiablage. Ideal ist jetzt ein hoch eingefülltes und gut grab fähiges Substrat im Terrarium. Gut wäre zudem, diese Stelle feucht zu halten. Wenn die Bartagame einen so idealen Platz im Terrarium vorfindet, wird sie vermutlich diesen Eiablageplatz auch wählen.
Was muss ich beachten, falls wenig Platz in meinem Terrarium vorhanden ist?
Sind die Bedingungen hierzu jedoch nicht gegeben, dann muss der Pfleger eine Eiablagebox in das Terrarium einstellen. In die Eiablagebox wird ein grab fähiges Substrat, dies könnte beispielsweise ein Sand-/Lehmgemisch sein gefüllt. Das Substrat sollte eine Höhe von etwa 20 cm aufweisen und zudem stets feucht, jedoch keinesfalls nass, gehalten werden. Am Eiablageplatz sind Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad notwendig. Sobald die Eiablage nähergerückt ist, beginnt die Bartagame mit Probegrabungen zur Vorbereitung. Normalerweise macht sie diese Proben, bis sie mit dem Eiablageplatz zufrieden ist. Wenn sie genug Platz hat gräbt sie dort einen Tunnel. Am Ende des Tunnels legt sie ihre Eier ab. Bei der Eiablage muss das Weibchen völlig ungestört sein.
Wie geht es weiter, nach der Eiablage?
Nachdem sie sämtliche Eier abgelegt hat, unternimmt sie alle Anstrengungen um die Höhle gründlich zu verschließen. Ein Eiergelege kann durchaus 20 – 30 Eier umfassen. Dieses Eingrabe Verhalten ist in der Natur notwendig, damit Feinde die Eiablagestelle nicht wahrnehmen können. Mit der vollendeten Eiablage und dem Verschließen des Ablageplatzes hat die Bartagame alles getan für ihre Nachzucht getan. In der Folge wird sie sich nicht mehr um das Gelege kümmern.
Nach der Eiablage müssen diese einige Stunden in Ruhe aushärten. Danach können sie mit einem Pinsel vorsichtig freigelegt werden. Sehr rücksichtsvoll werden sie nun vom Terrarium in den Inkubator überführt. Wer keine Abnehmer für die Nachzucht hat, muss sie leider entsorgen. Mehr als 24 Stunden nach der Eiablage dürfen die Eier nicht mehr gedreht werden. Falls man es doch macht, könnten die heranwachsenden Bartagame sterben.
Die Eiablage ist für ein Weibchen außerordentlich Kräfte zehrend. Der Pfleger sollte nun ganz besonders auf eine gute und ausreichende Ernährung achten. Die Bartagame muss die verbrauchten Nährstoffe wieder über reichhaltiges Futter und Vitaminpräparate aufholen. Auch eine ausreichende Wasserzufuhr sollte gewährleistet sein.
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