Inkubation der Eier
Inkubation und Schlupf der jungen Bartagame
Die Eier werden von den Bartagamen Weibchen nicht mehr bebrütet. Nach dem Eierlegen sieht das Bartagamen Weibchen seine Arbeit als beendet an und überlässt das Gelege sich selbst. Deshalb ist die sicherste Methode für den Züchter, die Eier nach dem Aushärten aus dem Gelege zu nehmen. Diese haben es anschließen schön mollig warm in einem selbst gebauten oder auch gekauften Inkubator.
Warum brauche ich einen Inkubator?
Es ist äußerst schwer, ununterbrochen das entsprechende Klima im Boden des Terrariums zu halten, denn die Bartagame gräbt ihre Eier dort ein. Um bis zum Schlupf der Tiere die klimatischen Bedingungen zu gewährleisten, ist es einfach besser diese in einen Inkubator zu legen. Zudem besteht auch die Gefahr, dass die Elterntiere diese klitzekleinen Schlüpflinge mit dem Futter verwechseln und fressen würden, sobald sie diese finden.
Das Ausbrüten der Eier wird erleichtert, durch eine hohe Feuchtigkeit im Inkubationssubstrat. Für das Gelege ist das sehr wichtig und hierfür eignet sich exzellent das Vermiculit, das im Verhältnis 4:3 mit Wasser gemischt wird. Das Mengenverhältnis bezieht sich auf das reine Gewicht, nicht auf das Volumen.
Achte bitte darauf, dass das Brutgemisch nicht zu feucht ist. Richtig ist es, wenn es ein wenig klumpig beim Zusammenpressen ist. Hierbei sollte allerdings kein Wasser mehr entfließen. Beim Einkauf bekommst du das Vermiculit in einem der Plastik Behältnisse, in denen du auch die Futterinsekten transportierst. Dieses Behältnis kannst du einfach mit dem Substrat bis zur Hälfte auffüllen. In diese perfekte Mischung werden die frisch gelegten Eier bis zur Hälfte mit Substrat eingelagert. Lege jedoch die Eier, wenn es eben möglich ist, nicht zu nah nebeneinander. Sämtliche mit Eiern gefüllte Behältnisse werden dann vorsichtig in den Inkubator überführt. Das Inkubationssubstrat hat die Fähigkeit, das darin befindliche Wasser zu speichern.
Wie oft muss das Eiergelege geprüft werden?
Einmal in der Woche sollte der Pfleger in jedem Fall prüfen, ob alle Eier in Ordnung sind. Sollten verdorbene Eier im Inkubator sein, müssen diese gleich entfernt werden. Auch die Wassermenge in den Brut Behältnissen muss kontrolliert werden. Falls diese verdunstet ist, muss sie unverzüglich nachgefüllt werden. Hierzu ist es sinnvoll, zum Brutbeginn das Gewicht der Eier Behältnisse zu notieren. Anschließend kann der Pfleger dann im Wochenrhythmus die aktuellen Gewichtswerte auflisten und vergleichen. Der Unterschied zum einleitenden Gewicht sollte regelmäßig durch die Zugabe von Wasser wieder auf einen guten Wert gebracht werden. Wasser kann ganz leicht mit Hilfe einer Spritze in die Lücken des Brut Behältnisses eingebracht werden.
Wichtiger Hinweis: Bitte beachte, dass die Wassernachfüllung niemals direkt auf die Eier gereicht werden soll. Die Eier benötigen konstante Temperaturen von 26 – 30° C zum Ausbrüten. Das eingespritzte Wasser könnte die Temperaturen zu sehr abkühlen und dies könnte den Embryonen Schaden zufügen.
Eine um wenige Grad Celsius sanft durchgeführte Absenkung der Temperaturen in der Nacht soll die kleinen Bartagamen angeblich widerstandsfähiger machen. Wir möchten dies jedoch hier nicht als Tatsache hinstellen, denn einen eindeutigen Nachweis hierzu haben wir nicht.
Zwischen der Eiablage und dem Schlupf liegen in der Regel etwa 50 – 80 Tage Brutzeit
Auf gar keinen Fall sollte der Pfleger der Versuchung nachgeben, beim Schlupf “nachzuhelfen”. In der Regel spielt hier die Meinung eine Rolle, dass die jungen Bartagamen schon seit langem schlüpfen müssten! Die Brutzeit kann jedoch zwischen 50 und 80 Tage dauern, jede Zeitspanne dazwischen ist möglich.
Den heran nahenden Schlupf der jungen Bartagamen erkennt man vielfach daran, dass sich auf dem betreffenden Ei „Schwitzwasser“ abzeichnet. In diesem Fall haben die Eier sehr viel Feuchtigkeit aufgenommen. 1 – 2 Tage danach wird die Schale des Ei`s vom Ei – Zahn des Bartagamen Schlüpflings eingekerbt. Die Schale fällt schließlich ab und hat ihren Zweck dann auch erfüllt. Jetzt folgt das Wichtigste, wenn alles klappt, hebt sich jetzt der Kopf des Minibartagamen aus der Eierschale. Das ist der Moment, in dem die/der Bartagame zum ersten Mal anfängt mit seiner Lunge zu atmen. Bis der Schlupf vollendet ist, können einige Stunden, ja sogar noch der ganze Tag vergehen.
Was muss ich tun nach dem Schlüpfen?
Hat sich die Jungbartagame gänzlich aus ihrem Ei befreit, wird sie behutsam in ein spezielles Aufzucht Terrarium umgesetzt. Bevor du zu diesem Schritt kommst, solltest du auf jeden Fall kontrollieren, ob die Bauchdecke vollständig verschlossen ist. Wichtig ist hierbei, dass auch der Dottersack resorbiert worden ist. Sollte dies noch nicht komplett abgeschlossen sein, wird das Bartagamen-Baby für den Übergang in eine neue Heimchendose gesetzt. Der Boden des neuen Behälters wird zum Aufsaugen mit Küchenpapier ausgelegt. Das neue Übergangs- Behältnis bleibt so lange noch im Inkubator bis auch der Dottersack vollständig aufgenommen ist.
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Hallo, ich habe gelesen, dass beim Umsetzen der Eier in den Inkubator diese keinesfalls in ihrer Längsachse gedreht werden dürfen, das heißt, was bei der Eiablage oben war, muss auch im Inkubator wieder oben liegen. Dazu wird die Schale vor dem Herausnehmen auf der Oberseite mit einem weichem Bleistift markiert.