Bartagame – Jungtiere richtig füttern

Bartagame - Jungtiere richtig füttern

Bartagamen gehören zu den sogenannten Ansitzjägern. Dies bedeutet, dass sie in freier Wildbahn am liebsten auf einem Platz sitzen und von dort aus auf Beute warten. Grundsätzlich sind sie jedoch nicht besonders wählerisch, da ihr Speiseplan sowohl tierische wie auch pflanzliche Nahrung gleichermaßen beinhaltet.

Fütterung und Ernährung von Jungtieren

Grundsätzlich sind Bartagamen von Natur aus so eingestellt, dass die Jungtiere überwiegend tierische Nahrung und erwachsene Tiere pflanzliche Nahrung bevorzugen. Auch in der Terrariumhaltung zu Hause sollte dies eingehalten und umgesetzt werden. Um den jungen Bartagamen die spätere Umstellung der Ernährung zu erleichtern, sollte immer etwas pflanzlich Nahrung zum Lebendfutter gereicht werden. In jeder gut sortierten Zoohandlung sind heutzutage lebende Insekten zu erwerben. Sinnvoll für Bartagamen sind hierbei Heimchen, Grillen, Heuschrecken und Schaben. Für die kleinen Jungtiere sind selbstverständlich auch nur kleine Insekten optimal zur Fütterung. Nach dem Kauf dieser Lebendtiere sollten diese vor der eigentlichen Fütterung einige Tage angefüttert werden, da sie im Normalfall sonst zunächst keinen nennenswerten Nährwert für die Agamen besitzen. Durch Gemüse, Obst, Fischfutter oder auch Hundeflocken ist eine optimale Nährstoffgabe jedoch recht leicht umsetzbar.

Sollte eine Bartagame Probleme bei der Fütterung durch Verweigerung des Fressens zeigen, so sind Wachsmottenlarven bestens geeignet, um die Tiere wieder zum Fressen zu bewegen. Da diese jedoch sehr fetthaltig sind, ist es ratsam, die Larven nur in geringen Mengen anzubieten.

Bartagamen: Biologie, Pflege, Zucht, Erkrankungen, Zuchtformen
  • Gunther Köhler, Karsten Grießhammer, Norbert Schuster
  • Herausgeber: HERPETON

Auf die Fütterungsmenge achten!

Die Fütterungsmenge muss vom Halter individuell auf das einzelne Tier angepasst werden. Bartagamen fressen in der freien Natur alles, was sich ihnen bietet, da sie nie genau wissen können, wann sie die nächste Nahrung erhalten. Die Haltung als Haustier bietet aber eine regelmäßige Nahrungszufuhr, welche nicht übertrieben werden darf, da die Tiere sonst Übergewicht oder gar Verstopfung bekommen können. Jungtiere bekommen allerdings bei hohen Futtermengen einen regelrechten Wachstumsschub.

Prinzipiell ist eine Agame zu dick, wenn das Tier beim Laufen mit dem Körper den Boden berührt. Gut genährte und gesunde Tiere haben eine breite Schwanzwurzel.

Jungtiere benötigen täglich Futter. Lebende Insekten, welche bis zur Nachtruhe nicht gefressen wurden, sollte man aus dem Terrarium entfernen und dafür eine Schüssel Gemüse oder Salat und Wasser reichen. Des Weiteren müssen Jungtiere nicht zwangsläufig eine Futterpause, wie ausgewachsene Agamen, einlegen. Will der Halter trotzdem eine wöchentliche Futterpause einlegen, so ist es von Vorteil, an diesem Tag ausschließlich Gemüse, also pflanzliche Nahrung, anzubieten. So gewöhnen sich die Jungtiere an die Pause und gleichzeitig an Gemüse, wie Salat, Kräuter und Ähnliches.

4 Kommentare… add one
  • Real Deal

    Hallo,
    wir haben seit paar Tagen einen Jung Bartagam ca 5 Monate alt.
    Er war am ersten Tag sehr Aktiv jetzt allerdings sehr träge und Buddelt sich Ein …Will er Winter
    Ruhe ??? Kann er Das schon ??

    Wärme und Terrarium sind ok !!
    Mfg

  • Real Deal

    Sonnen wie man es kennt will er gar nicht …Futter will er nur Heimschen Frisches Gemüse wird Täglich angeboten und bissel Wasser auch Natürlich.

    Wird ignoriert Leider…

  • Manuela

    Hallo Real Deal,

    es ist durchaus möglich, dass er ruhen möchte. Ab 4 Monate etwa darf man das auch ruhig zulassen.
    Ich würde ihn aber dennoch noch nicht in die Winterruhe schicken. Du hast gesagt, du hast ihn neu. Manchmal gibt es anfangs Probleme mit der Haltung und Umstellung, sodass es auch möglich wäre, dass es einfach nicht gut geht. Genau dann wäre die Winterruhe nicht gut. Schau dir doch bitte mal den Beitrag mit der Beleuchtung an und kontrolliere, ob das alles bei dir passt. Und schau bei einem Reptilientierarzt vorbei, damit dieser vorsichtshalber noch einen Blick darauf wirft.

    Viele Grüße

  • Stefan

    Hallo,
    ich möchte gerne das erste mal versuchen die Eier meiner beiden bartis auszubrüten.
    Ab wann sollte man die kleinen den das erste mal füttern, nach wie vielen Tagen?
    Danke schon im vorraus für Antworten :D

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