Chinakohl für Bartagame?

Chinakohl für Bartagame

Die wechselwarmen Bartagamen nehmen immer größere Bedeutung in deutschen Haushalten als Haustier ein. Diese recht pflegeleichten Tiere bestechen durch ihr Äußeres und durch ihr meist umgängliches Verhalten. Nach kurzer Zeit sind sie zahm und auch für Tierhaar-Allergiker und Anfänger optimal geeignet. Bei der Fütterung sollten jedoch einige Besonderheiten der Tiere beachten werden, da ihr Verdauungssystem gewisse Eigenarten hat.

Fressverhalten der Bartagame

Bartagamen sind grundsätzlich Allesfresser, doch sie ändern im Laufe der Zeit und ihres Alters ihre Gewohnheiten bei der Nahrungsaufnahme. Junge Bartagamen ernähren sich hauptsächlich mit tierischer Nahrung. Dabei stehen lebende Grillen und Heimchen, aber auch Heuschrecken ganz oben auf dem Speiseplan. Wenn die Tiere älter werden, fordern sie immer mehr die pflanzliche Ernährung ein und dem Halter stehen dabei zahlreiche Möglichkeiten zur Wahl.

Tipp: Bereits Jungtieren sollte regelmäßig eine gewisse Auswahl an Grünfutter zur Verfügung gestellt werden, da die Tiere die pflanzliche Nahrung im adulten Alter ansonsten verweigern könnten.

Vitamine und Mineralstoffe für Bartagamen

Bartagamen müssen stets genügend Vitamine und Mineralstoffe zu sich nehmen, um optimal zu wachsen und gesund zu bleiben. Bei der Fütterung von Tomaten oder Gurken sollte bedacht werden, dass diese Gemüsesorten eine große Menge an Wasser enthalten und eventuell zu Durchfällen führen können. Auf längere Sicht können Tomaten und Gurken sogar die Darmflora negativ beeinflussen.

Eine gemischte Gabe von pflanzlicher Nahrung ist immer am optimalsten. Auch können Kräuter, wie beispielsweise Petersilie oder auch Basilikum, in Topfform in das Terrarium gestellt werden. Hierdurch hat das Tier Beschäftigung und die Pflanzen haben eine längere Haltbarkeit. Auf das Füttern von Zitrusfrüchten sollte grundsätzlich verzichtet werden, da sich die enthaltene Säure negativ auf das Tier und seine Verdauung auswirken kann.

Bartagamen: Biologie, Pflege, Zucht, Erkrankungen, Zuchtformen
  • Gunther Köhler, Karsten Grießhammer, Norbert Schuster
  • Herausgeber: HERPETON

Kohl für Bartagame?

Bis auf ganz wenige Ausnahmen ist von der Fütterung von Kohlsorten abzuraten, da sie kaum bekömmlich für die Bartagamen sind und im Darm blähen. Chinakohl ist hier die Ausnahme. Chinakohl hat einen hohen Kalziumgehalt, was wichtig für die Bartagamen ist, jedoch auch eine Hohe Konzentration an Oxalsäure und sollte daher nur selten und in kleinen Mengen gereicht werden. Für eine gesunde Verdauung sollten auch getrocknete Kräuter und Blüten angeboten werden. Dadurch werden die Agamen mit ausreichend Rohfasern versorgt und einem Parasitenbefall kann entgegengewirkt werden. Grundsätzlich gilt jedoch, dass den Tieren keinerlei Obst oder Gemüse aus Dosen gefüttert werden soll, da diese meist mit Zusatzstoffen, wie Zucker oder anderen Süßungsmitteln, angereichert sind.

Bild: Pixabay; papupu100

1 Kommentar… add one
  • Jörg Howahl

    sehr lehrreich hat mir sehr weiter geholfen

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