Bartagame Jungtier frisst nicht – was tun?

Bartagame Jungtier frisst nicht - was tun?

Die wechselwarmen Bartagamen sind Allesfresser. Jungtiere bevorzugen jedoch lebende Insekten, während im fortschreitenden Alter der Tiere vornehmlich pflanzliche Nahrung genommen wird.

Ernährung von Jungtieren

Grundsätzlich werden junge Bartagamen mit lebenden Insekten, wie Heimchen oder Grillen gefüttert und mit frischem Wasser versorgt. Um die spätere pflanzliche Ernährung einzuschleichen, sollten jedoch immer auch gemischte Gemüsesorten, Salate oder Kräuter angeboten werden. Dadurch gewöhnt sich die Bartagame an das pflanzliche Futter und wird es später nicht ablehnen.

Die lebenden Insekten sollten vor der kompletten Verfütterung zunächst nur angefüttert werden, damit sich das Tier anpassen und die Nährstoffe optimal nutzen kann. Sofern die Jungtiere schon etwas größer sind, können auch größere Insekten, wie Heuschrecken oder Schaben, zur Fütterung verwendet werden. Nur als Leckerli oder in sehr geringen Mengen dürfen auch Mehlwürmer, Zophobas oder Mottenlarven gereicht werden. Diese besitzen einen hohen Fettanteil und können gegebenenfalls zu Leberschäden führen.

Nahrungsverweigerung bei jungen Agamen

Prinzipiell besitzen junge Agamen einen ausgeprägten Appetit, jedoch kann es auch bei ihnen zu Problemen mit der Nahrungsaufnahme kommen. Verschiedenste Ursachen und Gründe können Auslöser hierfür sein.

Um alle gesundheitlichen Probleme ausschließen zu können, sollte als Erstes eine Kotprobe entnommen und vom Tierarzt auf Parasitenbefall untersucht werden. Sollte dies nicht der Grund der Nahrungsverweigerung sein, so muss überprüft werden, ob die Temperatur und das Licht im Terrarium ausreichend sind. Bartagamen lieben es hell und warm, da sie aus trockenen und warmen Regionen stammen. Sind diese Voraussetzungen jedoch nicht gegeben, so kann sich das durchaus negativ auf den Appetit auswirken.

Im Terrarium sollten idealerweise Wärmezonen von 25 Grad bis maximal 40 Grad zur Verfügung stehen.

Bartagamen: Biologie, Pflege, Zucht, Erkrankungen, Zuchtformen
  • Gunther Köhler, Karsten Grießhammer, Norbert Schuster
  • Herausgeber: HERPETON

Sollten mehrere Agamen zusammengehalten werden, so muss zudem geprüft und beobachtet werden, ob ein Tier unterdrückt wird. Ist dies der Fall, so muss es von der Gruppe getrennt in ein separates Terrarium umgesetzt werden. Danach dürfte es auch mit der Nahrungsaufnahme keine Probleme mehr geben.

Des Weiteren kann es vorkommen, dass Jungtiere falsche pflanzliche Nahrung erhalten. Üblicherweise fressen sie instinktiv nicht all zu viel davon, jedoch kann es vorkommen, dass die Bartagamen dadurch Verstopfung oder Durchfall bekommen. Wenn das Tier an Verstopfung leidet, ist ein Bad im lauwarmen Wasser oftmals sehr hilfreich zur Entleerung des Darmtrakts.

Wichtig: Auch junge Bartagamen können eine Winterruhe einlegen. Kurz zuvor verringert sich die Nahrungsaufnahme bis hin zur vollkommenden Verweigerung.

11 Kommentare… add one
  • Julia

    Hallo,

    ich bin total traurig…
    seid dem 14.11.2015 haben wir unsere kleine Bartagame, sie dürfte nicht älter als 2 Monate sein.
    Ihr Terrarium ist mit gutem Sand ausgestattet, Kalziumkarbonat 95%, extra abgerundete Körner damit der Magen keinen Schaden nimmt.. Wärmelampe und Co..alles da.. nun hat sie seid einigen Tagen nicht mehr gefressen, getrunken aber schon und lag meistens rum.. da es Winterruhe gibt hab ich mir nur wenig Sorgen gemacht..
    Heute ist sie gestorben ..
    Ich verstehe nicht warum.. Der Händler aus dem Terraristikgeschäft meinte, das Jungtiere erst nach 6 Monaten Sand haben sollten, da sie die Sandkörner mit essen und diese dann im Bauch zerklumpen..

    Was sagt ihr dazu?

    Danke für eure Antworten

  • Manuela

    Hallo Julia,

    warum deine Bartagame gestorben, lässt sich nun im Nachhinein nicht mehr feststellen.
    Wichtig ist, dass Zusätze wie Kalziumkarbonat, Sepiaschale und Ähnliches niemals im oder auf dem Sand sind, sondern separat angeboten werden. Sonst nimmt die Bartagame beim Fressen zuviel Sand auf und es kann u.a. zum Darmverschluss kommen.

    Viele Grüße
    Manuela

  • Marco

    Es liegt nicht am Sand vielleicht war das Tier im Zoohandel krank man kann es nicht wissen ….
    Es war nur eine verarsche von dem mann oder frau wo du das Tier erworben hast

  • Marco

    Hallo Julia,
    Es liegt nicht am Sand sondern das Tier war in Zoohandlung vllt schon krank es liegt nicht am Sand jede Barti brauch sand

  • Stefanie Nötges

    Hallo, wir haben seit 3 Tagen eine ca 6 Monate alte Bartagame. Er ist in den ersten beiden Tagen sehr aktiv gewesen, ist den Grillen hinterher gejagt und hat Grünfutter zumindest aus der Hand, wenn auch nicht aus dem Napf genommen. Seit gestern ist er deutlich ruhiger, ignoriert die Grillen, bzw schaut Ihnen interessiert nach, frisst aber nicht. Grünzeug will er auch nicht. Muss ich zum TA? Oder kann das normal sein? Temperatur liegt wie empfohlen knapp über 40 auf dem sonnenplatz und ca 28 am kühlsten Ort. Luftfeuchtigkeit ca 35% nachts ca 70%. Beleuchtung 12 Std tgl mit UV Lampe 70w und Spot 75w. Terrarium ist 120x60x60, wird aber vergrößert, wenn er größer wird. Wäre toll wenn mir jemand helfen kann. LG Steffi

  • Manuela Vogt

    Hallo Stefanie,

    kann es vielleicht eine leichte Überfütterung aufgrund eurer Aufregung über das neue Haustier sein? Dann sollte er nach ein bis maximal zwei Tagen wieder der Alte sein. Länger als zwei bis drei Tage würde ich es mir aber nicht angucken und dann zum Tierarzt.

    Viele Grüße
    Manuela

  • HobsyLobsy

    Hallo,

    Nun um mich kurz zu halten. Ich habe zwei Bartagamen jungen alters. Ca. 6 Monate.
    Terrarium Temp. usw liegt immer im Stabielen Bereich. Das lässt sich auch bestätige, an dem Verhlten der einen. Sie frisst munter läuft durch die Gegend und macht sich gut, ein klasse Jäger zu werden.
    Allerdings macht mir ihr Geschwisterchen ein wenig Sorgen. Diese hat zu anfang auch noch mitgemacht.
    Allerdings verkrabbelt Sie sich jetzt schon des öfteren, kommt nicht mehr raus, meidet die Sonnenplätze, das Essen und Trinken.
    Manchmal hebe ich das Holz ein wenig an, und sehe sie dann dort liegen. Sie sieht dann sehr müde aus, und macht keine Anstalten, mal heraus zu kommen. Die Tage neheme ich Sie dann dort heraus. Ich denke mir, sie muss doch was Essen. Wenn ich es ihr dann anbiete, nimmt sie es meistens auch immer. Allerdings verkrabbellt sie sich danach schnell wieder. Zurück in ihre Kuhle.
    Ich bin mir nicht sicher, woran das liegen könnte. Manchmal läuft sie auch entlang des Terrariums. Sie spiegelt sich dort drin, und denkt wohl es sein ein Rivale oder drechgleichen-? (Habe sowas schon gelesen) Allerdings könnte ich mir nicht vorstellen, das es etwas damit zu tun hat. Zumal Sie das auch nicht jeden Tag macht. (Dem Spiegelbild nachlaufen).

    Ich hoffe ich konnt das gut Schilder. Villeicht ist diese Forum ja noch Aktiv.
    Danke im Vorraus!

  • Manuela

    Hallo HobsyLobsy,

    wie lange hast du sie schon? Können Parasiten ausgeschlossen werden?
    Teilen sich beide ein Terrarium? Ist es möglich, dass sie sich schon von der anderen bedroht fühlt und wäre allein vielleicht besser dran?

    Schöne Grüße
    Manuela

  • effy

    hi ich habe seit ca 1, 2 Wochen 3 Bartagam Babys. Sie sind jetzt ca 6-7 Wochen alt. 2 sind flink und aktiv, essen genug, sehen gesund aus, etc.. Leider habe ich bei einem von ihnen beobachtet dass er wirklich überhaupt nichts essen will und er auch ziemlich schwach wirkt… Was kann ich tun?
    LG

  • Manuela

    Hallo Effy,

    ich würde sie einzeln setzen – mit allen benötigten Lampen versorgt. Und danach einen Tierarzt aufsuchen.

  • Marleen

    Hallo,

    Ich habe seid einer Woche ..zwei…2 wochen alte bartagamen babys. Nun ist es so das die eine etwas größer ist wie die andere und auch sehr gut frisst. Die kleinere dafür frisst kaum etwas in 1 woche hat sich an zwei abenden mal 2 heimchen selber gegessen den rest muss ich zwangsernähren. Ich war mit der kleinen beim tierarzt dieser sagte mir sie ist sehr agil und gesund ich solle mir die nächsten 10 tage mal keine sorgen machen. Ich habe die beiden dann provisorisch mit einer kartonwand getrennt. Danach fraß die kleine dann wie gesagt selbst. Jedoch ist es so das die große immer wieder über den karton klettert und bei der kleinen ist woraufhin die kleine dann abhaut auf die andere seite des terras. Kann das ganz klar unterdrückung sein? Bitte helft mir

Schreibe einen Kommentar

140 Seiten die Dir helfen, Deine Bartagamen optimal zu versorgen!
Dieses eBook ist Deine Schritt-für-Schritt Anleitung, wenn Du das Beste für Deine Bartagame möchtest. Egal ob Du bereits Bartagame pflegst, oder daran denkst welche zu kaufen.
Hier klicken um mehr zu erfahren...
Bartagame eBook