Bartagame haben Verstopfung – was tun?

Meine Bartagame haben Verstopfung - was tun?

Bartagamen sind beliebte Haustiere, jedoch kann es durch fehlerhafte oder Art untypische Ernährung teilweise zu ernsthaften Krankheiten bei den Tieren kommen. Jegliche Wesens- oder Verhaltungsänderungen sollten geprüft und analysiert werden. Eventuell muss auch ein Tierarzt zurate gezogen werden.

Grundlegendes zur Ernährung der Bartagame

Bartagamen sind sogenannte Ansitzjäger, da sie auf ihrem Platz ausharren und warten, bis geeignete Nahrung zu sehen ist. Gleichzeitig sind sie Allesfresser und verschmähen weder tierische noch pflanzliche Nahrung. Allerdings ernähren sich junge Bartagamen fast ausschließlich von lebenden Insekten. Umso größer das Jungtier jedoch wird, umso größer werden auch die zur Fütterung geeigneten Insekten. Nun kommen unter anderem auch Schaben und Heuschrecken auf ihren Speiseplan.

Da adulte Agamen eine pflanzliche Ernährung bevorzugen, sollte bereits Jungtieren täglich etwas frisches und gemischtes Gemüse gereicht werden. Auch Salate und Kräuter werden gerne genommen. Doch nicht alle Gemüsesorten sind für die Bartagame verträglich. Beispielsweise sollten Tomaten durch ihren erhöhten Wassergehalt nur sparsam und selten gefüttert werden, da die Gefahr von Durchfall recht hoch ist. Auf Obst sollte größtenteils verzichtet werden, da sich Obst durch den Fruchtzucker und durch die eventuell enthaltene Säure negativ auf das Verdauungssystem auswirken kann. Grundsätzlich ungeeignet ist Gemüse oder Obst aus Gläsern oder Dosen. Diese Nahrung hat einen zu hohen Zuckeranteil und kann kaum oder gar nicht verwertet werden.

Verstopfung bei Bartagamen – ein ernstes Problem!

Sollte eine Bartagame unter Verstopfung leiden, so muss dem Tier schnell geholfen werden, da sich sonst eventuelle Parasiten ausbreiten und vermehren könnten und weil ein lebensbedrohlicher Zustand eintreten kann.

Bartagamen: Biologie, Pflege, Zucht, Erkrankungen, Zuchtformen
  • Gunther Köhler, Karsten Grießhammer, Norbert Schuster
  • Herausgeber: HERPETON

Als sehr empfehlenswert hat sich bei einem diesbezüglichen Problem ein Bad im lauwarmen Wasser für das Tier erwiesen. Fast alle Agamen entleeren sich darin und empfinden das Bad als sehr angenehm. Falls dies nicht helfen sollte, muss versucht werden, dass sich das Tier  vermehrt bewegt. Dazu sollte immer frisches Wasser gereicht werden. Diese Methode wirkt sich unterstützend auf die Verdauung aus. Bringen alle diese Versuche kein Ergebnis, so bleibt nur noch der Gang zum Tierarzt, welcher mittels einer Untersuchung den Grund und den Schweregrad der Verstopfung diagnostizieren kann.

Oftmals sind auch verschluckte Gegenstände oder aufgenommener Terrariumsand Grund für eine Verstopfung. Aber auch zu große Essensmengen oder Futtertiere mit einem harten Panzer können diese schwerwiegende Darmkrankheit verursachen.

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