Führt das Baden von Bartagamen zu Verstopfung?

Führt das Baden von Bartagamen zu Verstopfung?

Die Frage, ob das Baden von Bartagamen zu Verstopfungen bei den Tieren führt, wird sehr häufig gestellt. Hier kann jedoch sogleich gesagt werden, dass meist genau das Gegenteil der Fall ist.

Die Bartagame als dankbares Haustier

Die wechselwarmen Bartagamen haben sich als beliebte Haustiere entwickelt und benötigen für die optimalen Haltung meist nicht viel. Die recht friedvollen Tiere sind äußerst ruhig und können auch über einen längeren Zeitraum problemlos allein gelassen werden. Bei artgerechter Haltung werden die Tiere zudem auch kaum Schwierigkeiten im gesundheitlichen Bereich haben.

Die Bartagame und ihre besonderen Merkmale

Eine ausgewachsene Bartagame wird etwa 30 bis 60 cm lang und kann ein Alter von durchschnittlich 8 bis 10 Jahren erreichen. Die tagaktiven Tiere sind besonders für Menschen, die mit Allergien gegen Tierhaare zu kämpfen haben, sowie für Berufstätige geeignet.

Durch ihr besonderes Äußeres und ihr schnelle Anpassung und den Vertrauensaufbau an ihre Umgebung sind sie in vielen Haushalten anzutreffen.

Vor der Anschaffung einer Bartagame sollte ein ausreichend großes Terrarium mit entsprechender Beleuchtung und Einrichtung gekauft werden. Hierbei sind eine stabile Temperatur und ein optimales Feuchtigkeitsklima zu beachten. Prinzipiell sind Agamen Allesfresser, jedoch werden sie, je nach Alter, hauptsächlich mit lebenden Insekten, wie Grillen und Heimchen, und/oder mit pflanzlicher Nahrung gefüttert. Weibliche Tiere sind meist unkomplizierter im Umgang und der der Handhabung. Sollte man sich jedoch für eine gemischt geschlechtliche Haltung entscheiden, wäre zu bedenken, dass die Weibchen dann schnell trächtig werden und dass im Zuge dessen auch ein großer Eiablageplatz benötigt wird. Werden alle diese Hinweise entsprechend umgesetzt, so wird das Tier gesund und munter bleiben.

Bartagamen: Biologie, Pflege, Zucht, Erkrankungen, Zuchtformen
  • Gunther Köhler, Karsten Grießhammer, Norbert Schuster
  • Herausgeber: HERPETON

Das Baden der Bartagamen

Die Bartagamen kommen hauptsächlich aus trockenen Gebieten, dennoch ist bei vielen Exemplaren zu beobachten, dass sie eine Vorliebe für das nasse Element entwickelt haben. Die Meinungen über das Baden der Agamen gehen weit auseinander, doch hat es sich gezeigt, dass die Tiere bei kleineren gesundheitlichen Problemen gerne baden. Prinzipiell sollte in einem Terrarium immer Platz für einen ausreichend großen Wasserbehälter zum Baden und Spielen vorhanden sein. Diese Badestelle sollte nur so tief sein, dass die Agame stehen und jederzeit ohne äußere Hilfe das Becken verlassen kann. Des Weiteren sollte das Wasser niemals kalt, sondern immer lauwarm sein. Grundsätzlich sollte dem Tier immer selbst überlassen werden, ob es baden will oder nicht. Es hat sich als sehr effektiv gezeigt, die Tiere vor allem bei Verdauungsproblem oder Verstopfung zu baden. Durch das Baden können Parasiten oder andere Verstopfungsursachen schneller beseitigt werden. Auch bei Wurmbehandlungen hat sich diese Variante als ideal herausgestellt. Des Weiteren empfinden Bartagamen das Sitzen im Wasser bei der Häutung oder kurz vor der Winterruhe als sehr entspannend. 

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