Bartagamen und Katzen

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Bartagamen – potenzielle Beutetiere

Katzen sind Jäger. Nicht nur Mäuse stehen auf ihrem Speiseplan, sondern auch Vögel, Kaninchen- und Feldhasenbabys sowie auch Echsen. Selbst wenn eine Katze drin lebt und mit Dosenfutter ernährt, steckt ein Jäger in ihr. Wer Katzen und Bartagamen zusammen lässt, geht immer ein Risiko ein, denn auch die liebste Katze kann mal ihre Meinung ändern. Schon eine kleine Verletzung, die vielleicht entsteht, weil die Katze mit der Bartagame spielen möchte, kann für diese tödlich enden.

Infektionsgefahr durch Katzenbisse

Katzenzähne sind schmal und lang. Sie dringen tief in das Gewebe ein und verursachen so äußerlich sehr kleine, aber sehr tiefgehende Verletzungen. Im Speichel der Katze befindet sich eine Vielzahl von Infektionserregern. Das bekannteste und wohl auch häufigste Bakterium ist Pasteurella multocida. Die Erreger dringen bei einem Biss in die Wunde ein. Die Wunde verschließt sich oberflächlich sehr schnell, doch die Bakterien sorgen für eine Infektion der Wunde, welche sich auf naheliegende Nerven, Sehnen und Gelenke ausbreiten und genauso zu einer Blutvergiftung führen kann, welche auch für Bartagamen tödlich verläuft.

Sollte eine Bartagame von einer Katze verletzt worden sein, muss schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden. Dieser wird die Wunde spülen und ein Antibiotika verabreichen. Vorbeugen ist aber besser als heilen. Deshalb: Kein Kontakt zwischen Katzen und Bartagamen zulassen.

Bartagamen: Biologie, Pflege, Zucht, Erkrankungen, Zuchtformen
  • Gunther Köhler, Karsten Grießhammer, Norbert Schuster
  • Herausgeber: HERPETON

Bartagamen vor Katzen schützen

Schutz von oben

Viele Katzen  lieben es, auf den Terrarien von Bartagamen zu liegen, denn oft ist dort die Wärme der Beleuchtung zu spüren. Das ist aber mit Stress für die Bartagamen verbunden, weil Bewegungen von oben an Fressfeinde erinnern. Aus diesem Grund sollte das Terrarium so beschaffen sein, dass dort keine Katzen drauf springen können.

Terrarienschloss

Es gibt Katzen, die Schiebetüren von Terrarien öffnen können und einige wenige Bartagamen, die das ebenfalls tun. Um das zu vermeiden, ist ein Terrarienschloss hilfreich. Pappstückchen oder umgebogene Büroklammern werden auch gern verwendet, sind aber bei neugierigen, verspielten Katzen wenig sicher.

Kein gemeinsamer Freilauf

Bartagamen sollten gar keinen Freilauf in der Wohnung haben, weil die Temperaturen in Wohnräumen deutlich unter denen ihres Terrariums liegen. Ein gemeinsamer Freilauf mit Katzen ist Stress für Reptilien, birgt Verletzungsgefahren mit tödlichem Ausgang und ist deshalb abzulehnen.

Warum scheint einigen Bartagamen die Nähe von Katzen nicht zu stören?

Im Internet kursieren Videos, die angeblich innige Freundschaften zwischen Katzen und Bartagamen zeigen. Wer genau hinsieht, erkennt aber häufig, dass Bartagamen ihre Augen schließen, was bei diesen Tieren ein Zeichen von Unwohlsein ist. Da es in der Wohnung viel zu kühl für die wärmeliebenden Reptilien ist, teilen sie aus der Not heraus den Sonnenplatz am Fenster mit der Katze oder suchen scheinbar ihre Nähe, weil sie Wärme ausstrahlen.

1 Kommentar… add one
  • Polska

    Mein bartagame ist jetzt schon 10 Jahre alt und immer noch top fit und wird hoffentlich noch eine Weile bleiben

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