Aufzucht der Jungtiere

Aufzucht der Bartagamen Jungtiere

Das Aufzuchtterrarium sollte ähnlich aufgebaut sein wie ein Terrarium für adulte Bartagamen mit Sonnenplätzen und Versteckplätzen, nur dass es übersichtlicher bleiben sollte, da Futtertiere sonst für die jungen Bartagamen oft schwer zu erjagen sind. Auch kann das Aufzuchtterrarium noch etwas kleiner sein, allerdings sollten sie dem Bewegungsbedarf der kleinen Bartagamen gerecht werden. Eine angemessene Größe für eine Gruppe von Bartagamen in den ersten Lebenswochen ist 100×50×50 (cm).

Schlüpflinge im Aufzuchtterrarium

Die Bartagamen werden in den ersten 1-2 Monaten in kleinen Gruppen aufgezogen. Der Pfleger sollte die Tiere sehr genau beobachten, um festzustellen, ob sich darunter dominante oder unterdrückte Bartagamen befinden. Unterdrückte Bartagamen halten sich häufig abseits der beliebten Plätze am Boden auf oder versuchen dem Terrarium zu entfliehen, fressen weniger oder gar nicht und hinken im Wachstum hinterher. Dominante sollten von den unterlegeneren Tieren getrennt werden.

Einige junge Bartagamen neigen ein wenig zum Kannibalismus und beißen bei Gelegenheit in Schwanz und Zehen der Artgenossen. Um dieses Verhalten zu reduzieren, soll es helfen, wenn eine “Futterpflanze”, also z.B. Basilikum oder Golliwoog, dauerhaft im Terrarium zur Verfügung steht (vgl. “Bartagamen” von Köhler, Grießhammer, Schuster). Offensichtlich kannibalistisch veranlagte Jungtiere sollten ebenfalls separat gehalten werden.

Für die jungen Bartagamen ist es wichtig, dass sie ausreichend Wasser zu sich nehmen, damit sie nicht dehydrieren. Wenn sie das nicht von sich aus tun, sollte man ihnen jeden Tag Wassertropfen mit einer Pipette auf das Maul träufeln bis sie es ablecken.

Jungtiere werden in den ersten Woche noch 2-3 mal täglich mit Lebendfutter gefüttert. Prinzipiell können sie dieselben Futtertiere fressen wir ihre großen Artgenossen, aber alles sollte so klein sein, dass sie keine Probleme beim Fressen bekommen. Grundsätzlich wird empfohlen, dass die Futtertiere nur so groß sein sollten, wie der Kopf der Bartagamen breit ist.

Neben den Futtertieren sollte auch täglich ein Schälchen mit gemischtem Gemüse/Salat/Obst zur Verfügung stehen. Es dauert oft eine Weile bis die Tiere merklich vom Salat fressen, aber gewöhnt man sie nicht frühzeitig daran, so werden sie vielleicht für immer pflanzliche Kost verschmähen. Hilfreich ist es, wenn die Pflanzliche Nahrung in kleine mundgerechte Stücke geschnitten wird, so wird es von den Jungtieren oftmals lieber angenommen.

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Jungtiere noch im Aufzuchtterrarium

Gerade für die schnell heranwachsenden Jungtiere ist die Zufuhr von Vitamin D3 und Kalzium für einen stabilen Knochenbau von großer Bedeutung, da es sonst schnell zu Rachitis kommen kann. Deshalb sollte immer ein Schälchen mit Kalziumbröseln im Terrarium stehen, wo sie sich bei Bedarf bedienen können. Zusätzlich müssen Bartagamen täglich mit UV bestrahlt werden, optimalerweise mit der Osram Vitalux aus einem Abstand von mind. 1 m.

Die kleinen Bartagamen wachsen sehr schnell und häuten sich daher auch recht häufig. Hier sollte der Halter sehr genau schauen, ob insbesondere die Zehen und Schwanzspitze komplett gehäutet wurden, ansonsten muss man selber nachhelfen. Bei den Jungtieren kommt es sonst schneller zu Einschnürungen der Blutzufuhr und späterem Absterben des betroffenen Gewebes.

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