Ist Fenchel für Bartagame geeignet?

Fenchel

Bartagamen können bei einer artgerechten Ernährung ihrem Halter viele Jahre Freude bereiten und sich gesund entwickeln.

Gesunde Nahrungsmittel für Bartagamen

Fenchel ist nicht grundsätzlich ungeeignet für Bartagamen, jedoch sollte auf die Knolle verzichtet und lediglich das Grün angeboten werden. Auch ist eine häufige Gabe dessen nicht ratsam. Fenchel sollte nur gelegentlich verfüttert werden.

Durch die hohe Konzentration an ätherischen Ölen ist die Knolle der Fenchelpflanze für die Verdauung der Tiere nicht geeignet. Es kann zu Durchfall aber auch zu anderen Verdauungsproblemen kommen. Bei Durchfallerkrankungen hilft meist die Gabe von getrockneten Kräutern.

Die Knolle des Fenchel ist sehr faserig, sodass sich bei einigen Tieren neben den Durchfällen  auch Verstopfungen einstellen können. Die Bartagamen zeigen dies teilweise durch ein inaktives Liegen im Terrarium und einem reduzierten Appetit an. Ist dies der Fall, so sollte auch der Kot geprüft und begutachtet werden. Ggf. muss die Agame beim Tierarzt vorgestellt werden.

Gründliche Reinigung des Futters für Bartagame

So wie der Fenchel müssen grundsätzlich auch alle anderen pflanzlichen Nahrungsmittel vor der Fütterung gründlich gereinigt und eventuell geschält oder geschnitten werden.

Bei Gemüse und Salatsorten gibt es eine breite Palette an geeigneten Varianten. Dazu gehören Karotten, Kürbisse ohne Schale und Kerne, Endivien, Radicchio oder auch Zucchini. Spinat und beispielsweise Petersilie haben einen hohen Oxalsäuregehalt, und da dieser zu Kalziummangel und Nierenschäden führen kann, sollte davon nur in geringen Mengen und recht selten gefüttert werden. Um den Organismus der Bartagamen nicht zu sehr zu belasten, sollte auch nicht zu Salaten mit hohem Nitratwert (Blattsalat) gegriffen werden. Nach Möglichkeit sollte Bio-Ware gekauft werden. Vorsicht ist auch bei der Gabe von Tomaten oder Gurken geboten. Sie besitzen einen hohen Wassergehalt und können Verdauungsprobleme, wie Durchfall, bei den Tieren verursachen.

Bartagamen: Biologie, Pflege, Zucht, Erkrankungen, Zuchtformen
  • Gunther Köhler, Karsten Grießhammer, Norbert Schuster
  • Herausgeber: HERPETON

Grundsätzliches zur Ernährung der Bartagamen

Grundlage einer gesunden Ernährung ist ein vitaminreicher und ausgewogener Speiseplan. Täglich muss frisches Futter und Wasser angeboten und auf eventuelle Vorlieben der einzelnen Tiere eingegangen werden. Auf Nahrungsmittel mit einem hohen Zuckeranteil sollte grundlegend verzichtet werden, da sich dieser negativ auf den Organismus auswirken kann. Auch sollte die Ernährung stets aus frischen Produkten und keinesfalls aus Dosen oder einem Glas erfolgen.

Bild: Pixabay; condesign

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