Rachitis bei Bartagamen

Bartagame Rachitis

Auch wenn es sich so anhört, Rachitis bei Bartagamen hat nichts mit Entzündungen im Rachenraum zu tun. Hierbei geht es stattdessen um eine reine Stoffwechselerkrankung, die durch Störungen in der Aufnahme von wichtigen Mineralien und Vitaminen entstanden ist. Rachitis ist eine weitverbreitete Krankheit bei den Bartagamen, die jedoch unbedingt ernst zu nehmen ist.

Eine mangelnde Versorgung mit Kalzium und Vitamin D3 ist Hauptursache für die Rachitis bei den Bartagamen. Im Frühstadium ist das Erkennen der Krankheit für den Halter des Tieres meist schwer und nicht immer schnell zu bestimmen. Erst wenn die Agame beim Laufen und Bewegen den Schwanz und Hinterkörper immer weniger anhebt, ist zur vermuten, dass etwas nicht stimmt und hier eine krankhafte Ursache vorliegt. Unbehandelt schreitet eine Rachitis immer weiter voran und es kann sich ein Buckel bei den Tieren abzeichnen, es können Knicke im Schwanz entstehen oder beispielsweise Verkrümmungen an den Beinen sichtbar werden. Sofern sich die Deformierung auf den Kiefer legt, kann es zu einer Nahrungsverweigerung und der damit verbundenen gefährlichen Abnahme des Tieres kommen. Durch immer weicher werdende Knochen kann es bei Sprüngen zudem auch zu gefährlichen Knochenbrüchen kommen.

Bartagamen: Biologie, Pflege, Zucht, Erkrankungen, Zuchtformen
  • Gunther Köhler, Karsten Grießhammer, Norbert Schuster
  • Herausgeber: HERPETON

Vorbeugende Maßnahmen und Behandlung

Grundsätzlich muss der Bartagame eine ausgewogene und vitaminreiche Nahrung geboten werden, um Krankheiten oder Infektionen vorzubeugen. Da es sich in den allermeisten Fällen bei einer Rachitis um einen Kalzium- und Vitamin D3-Mangel handelt, muss durch den Halter dafür Sorge getragen werden, dass die Agamen mit der Nahrung genügend dieser Stoffe aufnehmen können. Es gibt Vitaminpräparate, welche zusätzlich gereicht und über das Futter gestäubt werden können, sodass sowohl die Kalzium- als auch die Vitamin D3-Menge in ausreichender Menge im Körper der Tiere vorhanden sind.

Meistens liegt dieser Mangel jedoch an unzureichender UV-Bestrahlung der Tiere. Bartagamen benötigen, um das körpereigene Vitamin D3 produzieren zu können und um auch Kalzium in den Knochen einlagern zu können, unbedingt UV-Strahlen. Jedes Terrarium sollte daher mit ausreichend UVA- und UVB-Strahlern ausgestattet sein. Die Platzierung der Strahler sollte so erfolgen, dass ein Mindestabstand von 80 cm zu der Bartagame nicht unterschritten wird.

Werden alle diese wichtigen Regeln beachtet, so wird das Tier gesund und munter bleiben und dem Tierhalter viel Freude bereiten.

2 Kommentare… add one
  • Sarah

    Hallo,

    mein Bartagame frisst seit einer Woche nichts mehr und heute ist er ganz plötzlich sehr schwach.
    Schwanz und Bart sind sehr schwarz, der Rest des Körpers sehr blass.
    Zudem sind die Augen schon eingesunken.

    Ich mach mir wirklich sorgen und wollte nachfragen ob diese Symptome villt bekannt sind?

    Freue mich über schnelle Antwort!

  • Manuela

    Hallo Sarah,

    bitte suche schnellstmöglich einen Tierarzt auf. Man kann anhand der Symptome schwer sagen, wass es sein könnte. Wenn er aber wirklich schon so schwach ist, ist es ein Notfall und du solltest nicht länger warten.

    Viele Grüße
    Manuela

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