Legenot bei Bartagamen

Legenot

Man spricht von Legenot, wenn ein Reptilien-Weibchen seine Eier nicht ablegen kann. Bei Bartagamen kommen dafür verschieden Ursachen infrage:

  • Wenn es an UV-Licht und der richtigen Ernährung fehlt, kommt der Stoffwechsel der Tiere durcheinander
  • Ein geeigneter Platz zur Eiablage fehlt im Terrarium
  • Calcium-Mangel verhindert die richtige Ausbildung der Eierschalen, die bei Reptilien allerdings elastisch sind, nicht hart wie bei Vögeln.
  • Das Weibchen ist in einem schlechten Allgemeinzustand und daher zu schwach zur Eiablage
  • Die Eier sind zu groß, miteinander verklebt oder haben keine Schale ausgebildet
  • Das Bartagamen-Weibchen hat ein zu enges Becken.
  • Das Tier steht unter Stress.

Legenot bei Bartagamen erkennen und behandeln

Ähnlich wie bei Verstopfungen, leiden die Tiere bei diesem Krankheitsbild unter Erbrechen und verhärtetem Bauch. Sie sind apathisch und fressunlustig. Ständiges unruhiges, immer wieder unterbrochenes Probe-Graben an verschiedenen Stellen im Terrarium ist ein eindeutiges Anzeichen für Legenot!

Besonders unangenehm ist die präovulatorische Legenot. Dabei sind die Eier gar nicht oder nur unvollständig mit Schale umhüllt und können entsprechend nicht auf natürlichem Wege ins Freie gepresst werden. Die Eier verkleben noch auf dem Eierstock miteinander. Normalerweise werden sie in einem frühen Stadium vom Körper des Muttertieres wieder resorbiert. Geschieht dies jedoch nicht, so treten meist Infektionen auf, die Eier werden in der gesamten Bauchhöhle verteilt und als Folge kommt es zu inneren Blutungen. Ein Alarmzeichen für diese Form der Legenot ist eine schnelle und auffallende Abmagerung des Tieres.

Nur eine sehr schnelle Behandlung beim Tierarzt kann nun das Leben des Bartagamen-Weibchens retten. Dieser kann die verklebten Eifollikel mit einem kleinen Eingriff in der Regel schnell entfernen. Fertig ausgebildete aber festsitzende Eier dagegen kann er mit der Gabe eines Wehen auslösenden Hormons ans Tageslicht befördern helfen.

Generell verbleiben nicht abgelegte Eier jedoch in der Bauchhöhle, verkleben mit den Eileitern und rufen fast immer lebensbedrohliche Entzündungen hervor.

Optimale Haltungsbedingungen und ein geeigneter Legeplatz helfen, Legenot zu verhindern. Feuchter warmer Sand ist quasi ein Muss und wird von den Bartagamen sehr gerne angenommen.

Krankheiten im Überblick:

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