Quarantäne bei Bartagamen

Quarantäne

Was viele Neulinge nicht wissen: Bevor eine neu erworbene Bartagame in ihr endgültiges Terrarium gesetzt wird, ob mit oder ohne Artgenossen, sollte sie eine Weile in Quarantäne gehalten werden. Das heißt: Nicht ein, sondern zwei ausreichend große Terrarien sollten vorsichtshalber verfügbar sein. Es kann hierfür ein Quarantäneterrarium aus Kunststoff verwendet werden. Damit erreicht man zweierlei:

  • Bereits vorhandene Tiere kommen mit den Parasiten des Neuankömmlings gar nicht erst in Berührung
  • Ein neues Terrarium wird von vornherein nicht mit den unterschiedlichen Entwicklungsstadien eventuell vorhandener Parasiten verseucht

Der Grund für diese Vorsichtsmaßnahmen ist die, dass viele Bartagamen stark von Parasiten befallen sind. Da diese sich im Körper ihres Wirts jeweils in unterschiedlichen Entwicklungsstadien befinden, „erwischt“ man sie auch nicht alle mit einer einzigen Medikamentengabe.

Wichtig sind daher anfangs regelmäßige Entnahmen und Untersuchungen von Kotproben, um überhaupt über den Parasitenbestand informiert zu sein und entsprechende Gegenmaßnahmen vom Tierarzt einleiten lassen zu können.

Wichtige Hygienemaßnahmen während der Quarantäne

Was artgerecht eingerichtete Terrarium mit Bodensubstrat, Holz, Steinen und Terrarienpflanzen wäre im Falle einer Parasiteninvasion nur sehr schwer zu desinfizieren. Einige Gegenstände müssen bei 200 °C im Backofen gereinigt, andere mit Desinfektionsmitteln, wie Essigwasser oder einem Dampfreiniger, bearbeitet werden. Sand oder Steine sollte man komplett austauschen. Die Eier der Parasiten bleiben nämlich an allen rauen Oberflächen hängen oder dringen zudem auch in den Sand ein. Entfernt man sie nicht, entwickeln sie sich weiter und befallen die Agamen erneut.

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In der Regel muss ein Quarantäneterrarium weder besonders groß noch vollständig ausgestattet sein. Das Glas selbst lässt sich hervorragend reinigen. Allenfalls ein paar Wurzeln oder Keramikteile, die bei hoher Temperatur im Ofen abgebacken werden können, dürfen hinein. Zeitung, Karton und Küchenpapier dienen darüber hinaus als täglich austauschbarer Bodenbelag.

Im Quarantäneterrarium wird nun einen Monat lang abgewartet, was das Ergebnis der Kotproben ergibt. Falls eine Behandlung angezeigt ist, verbleibt das Tier bis zum erfolgreichen Abschluss in seinem provisorischen Zuhause. Danach kann es ins große Terrarium eingesetzt und dort eventuell mit Artgenossen vergesellschaftet werden.

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Krankheiten im Überblick:

2 Kommentare… add one
  • Nicole

    Ich habe einen bartagam .er ist ca 9 Monate alt.bei ihm wurde ein Krankheit festgestellt die ich zur zeit mit Medikamente behandele.er frisst mehr recht wie schlecht .kein salat.gemüse.Obst geschweige sein alleinfutter.er häutet sich auch nicht und wächst nicht richtig.egal wS wir hier versuchen nichts klappt.ich reinige daß terarium täglich auch die Gegenstände die erbenutzt.achte pinibell auf Sauberkeit zur zeit bei ihm.was er im höchstfall mal frisst sind vielleicht 4-5 Heuschrecken und mal ne paar würmer.kann mir jemand weiter helfen wir wissen uns keinen rat mehr

  • Manuela

    Hallo Nicole,

    welche Krankheit und wie lange dauert es schon an?
    Solltest du das Gefühl haben, dass dein Tierarzt an seine fachlichen Grenzen kommt, konsultiere einen weiteren.

    Viele Grüße
    Manuela

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