Parasiten bei Bartagamen

Bartagamen leiden häufig unter sogenannten Innen- oder Endoparasiten. Wer ein Tier in der Zoohandlung kauft, der sollte es daher stets auf Parasiten untersuchen und behandeln lassen. Ein winziger Bestand an Parasiten schadet nicht, nehmen diese jedoch überhand, so können sie Krankheiten auslösen und die Tiere stark schwächen.

Unerwünschte Mitbewohner

Die häufigsten unerwünschten „Bewohner“:

  • Saugwürmer, auch Trematoden genannt
  • Bandwürmer und
  • Fadenwürmer (Nematoden).
  • Einzellige Kokzidien oder Coccidien
  • Oxyuren.
  • Flagellaten, Ciliaten und Amöben

Kokzidien sind hartnäckiger als andere Parasiten. Sie sind winzig und befallen einzelne Zellen vor allem im Magen-Darm-Trakt. Treten sie vermehrt auf, können sie lebensbedrohliche Dauer-Durchfälle auslösen. In einem bestimmten mikroskopisch kleinen Entwicklungsstadium werden die Parasiten ständig mit dem Kot ausgeschieden und im eng begrenzten Terrarium werden sie so von der Bartagame ganz unvermeidlich immer wieder neu aufgenommen.

Das Gefährliche an Parasiten ist, dass man sie nicht sieht. Erst nach längerer Beobachtung fällt womöglich ein verändertes, träges Verhalten der Bartagamen auf. Auch das einseitige Zukneifen der Augen weist auf Missbehagen hin. Wenn die Bartagamen trotz ordentlichen Futterangebotes auffallend an Gewicht verlieren, ist dies stets ein Alarmsignal. Übel riechender weicher Kot mit unverdauten Futterresten und oft sogar erkennbaren Würmern bestätigt die Diagnose.

Parasiten wirksam bekämpfen

Das tägliche Entfernen des Kotes und täglich frisches Wasser sollten selbstverständlich sein.

Mehrere Kotproben-Analysen im Abstand von drei oder vier Wochen geben einen Überblick über den tatsächlichen Befall. Der Tierarzt verordnet je nach Befund Medikamente, die gezielt gegen die einzelnen Parasitenarten wirken.

Neuankömmlinge und Tiere, die sich in Parasiten-Behandlung befinden, sollten für einige Zeit in ein pflegeleicht eingerichtetes Quarantäne-Terrarium gesetzt werden, bis sie parasitenfrei und gesund sind.

Ein Desinfektionsmittel, das die Oocysten der Kokzidien, andere Parasiten-Zwischenstadien oder deren Eier beseitigt, gibt es leider noch nicht. Nur eine vollständige Entleerung und Neueinrichtung des Terrariums nebst einer Desinfektion des Behälters helfen hier gezielt. Dampfdruckreiniger haben sich dabei bewährt, aber auch das „Backen“ von Sand und Einrichtungsgegenständen im Ofen bei mindestens 200 °C ist eine sinnvolle Alternative. Auch die Tiefkühltruhe kann gute Dienste leisten.

Lucky Reptile KO-500 Kovi-X, 500 ml, Desinfektionsspray für Terrarien
  • Flächendesinfektionsmittel für Terrarien
  • Hohe Effektivität und vielseitige Wirkung, wirkt u.a. gegen Kokzidien, Oozysten, Wurmeier, Bakterien, Pilze und Viren

Krankheiten im Überblick:

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