Das Verhalten von Bartagamen

Bartagamen Verhalten

Das Verhalten von Bartagamen

Im Vergleich mit zahlreichen anderen Echsen haben Bartagame ein großes und interessantes Verhaltensrepertoire. Terrarienbesitzer werden diese jedoch nur dann vollständig kennenlernen, wenn sie die Tiere unter sehr guten Bedingungen halten.

Sehr gute Bedingungen für Bartagamen sind:

• Ausreichend Platz
• Perfekt gestaltete Lichtquellen
• Ein den natürlichen Verhältnissen nahekommendes Klima
• Abwechslungsreiches Futter (denken Sie auch an Lebendfutter, Heimchen usw.)
• Die Tierhaltung in einer Gruppe von mehreren Bartagamen (Tipp: männlich und weiblich gemischt)

Einen professionellen und den Bartagamen gerecht werdenden Terrarienbau kannst du auf der entsprechenden Seite in einer speziellen Selbstbau – Anleitung finden. Bartagamen sind visuell orientierte Wesen. Dies lässt sich durch eine Vielzahl ihrer Verhaltensweisen belegen. Sie haben die Gabe, Artgenossen, Beute und Feinde über sehr große Entfernungen ausfindig zu machen. Achtsame Bartagamen erkennst du an der Körperhaltung. Der nach oben gebogene Schwanz, bei dem die Spitze in die Luft ragt, ist ein eindeutiges Indiz für seine Aufmerksamkeit. Der Kopf wird dabei ebenfalls fest angehoben und du erkennst das Signal: Ich bin jetzt gerade aktiv und auf der Hut. Bartagamen kontrollieren regelmäßig mit ihrer fleischigen Zunge ihre gesamte Umgebung. Neugierig werden vorrangig neue Gegenstände, fremdartiges Futter und auch die anderen Artgenossen eifrig beleckt. Tipp: Gestallte auch dein Terrarium nach diesen Verhaltensweisen, deine Bartagamen werden es dir danken!

Verhaltensweisen bei der Kommunikation

Bartagamen lassen außer einem ganz seltenen Fauchen keinerlei Geräusche hören. Das Gesicht ist unbeweglich dadurch wird die Mimik unterbleiben. Die Verständigung untereinander funktioniert über die den Tieren eigene Körpersprache. Es ist gut, wenn du als Pfleger auch ein bisschen davon interpretieren kannst. Hierzu gehören das Kopfnicken, das Winken mit dem Arm, das Anheben des Schwanzes, das Maulaufreißen und vieles mehr. Diese Körpersprache der Bartagamen ist untereinander wesentlich.

Die soziale Hierarchie im Verhalten der Bartagame

Rasch nach dem Einsetzen der Tiere in das Terrarium etabliert sich eine soziale Hierarchie in der Gruppe. Auch bei mehreren jungen Bartagamen im neuen Zuhause zeichnet sich das Sozialverhalten nach wenigen Tagen ab. Du wirst ganz schnell sehen, ob der eine oder andere Bartagame dominant oder eher zurückhaltend ist. Manche sind devot und manche mehr oder weniger agressiv. Dies wird ganz besonders deutlich bei der Futteraufnahme. Ganz klar sind hierbei die dominanten Artgenossen auch die gierigeren Fresser. Es ist nicht so einfach zuzusehen, wie sie die den schwächeren das Futter wegschnappen. Wir mussten uns auch immer zurückhalten, wenn die nicht so Dominanten durch Drohgebärden eingeschüchtert wurden. Dies sind natürliche Vorgänge und sie haben zur Folge dass auch ein Größenunterschied zwischen beiden Gruppen zu beobachten sein wird.

Im Terrarium behaupten sich die dominanten Tiere permanent. Hierdurch erhalten sie auch das Recht, sich größere Privilegien herausnehmen zu können. Das wäre zum Beispiel der begehrte Sonnenplatz. Sie sind ganz klar auch der Erste beim Trinken und Fressen und beim Baden. Das im Rang höchst stehende Reptil besetzt den besten also den höchsten Aussichtsplatz im Terrarium. Hierdurch wird seine hierarchische Macht gefestigt, denn hier hat es die Kontrolle über das ganze Terrarium. Das Kopfnicken, als eine der häufigsten Verhaltensweisen es ist ein Ausdruck der Dominanz. Ganz besonders in der Paarungszeit ist dieses Verhalten noch gesteigert durch ein Aufstampfen mit den Vorderfüßen des Männchens. Zusätzlich unterstützt es diese Gebärden noch durch das schwarze Einfärben der Kehle und der Schwanzspitze. Bleibt eine entsprechende Reaktion des Empfängers dieser Botschaften aus, kann es sein, dass größere und auch kleinere Artgenossen angegriffen und letztendlich auch gebissen werden.

In der natürlichen Umgebung hätten die unterlegenen Bartagamen Gelegenheit, sich aus dem Machtbereich des dominanten Tieres zu entfernen. Wenn dies im Terrarium so extrem festgestellt wird hat der Pfleger die Pflicht, die Tiere zu trennen. Es ist Fingerspitzengefühl notwendig zu erkennen, wann es notwendig wird Maßnehmen zu ergreifen, um Verletzungen oder gar Verluste zu vermeiden.

Nimmt man das Alphatier aus dem Terrarium sollte man allerdings wissen, das innerhalb kürzester Zeit das bisher im zweiten Rang stehende Tier übernimmt jetzt die Dominanzfunktion. Auf diese Weise hast du also bald das gleiche Problem wieder. Unterdrückten Tieren mangelt es nicht nur am Futter sie laufen zudem Gefahr, durch die Dominanten die Zehen oder die Schwanzspitze zu verlieren. Bartagamen können diese Körperteile mit Leichtigkeit abbeißen, wenn sie aggressiv sind. Bei beachtlichen Unterschieden in der Größe wurde auch schon ein Kannibalismus unter Artgenossen beobachtet. Unter Bartagamen in der Wildnis sind die ersten Lebensmonate ein erbarmungsloser Wettlauf ums Überleben. Sie kämpfen um möglichst viel Futter und ein rasches Wachstum.

Bartagamen: Biologie, Pflege, Zucht, Erkrankungen, Zuchtformen
  • Gunther Köhler, Karsten Grießhammer, Norbert Schuster
  • Herausgeber: HERPETON

Verhaltensweisen der Bartagamen beim Drohverhalten

Bartagamen verändern nicht nur ihre Gestalt, sondern haben auch die Gabe ihre Färbung auffällig anzupassen. Die Stacheln ihres „Bartes“ werden von hell-gelb bis nach blau-schwarz umgefärbt, je nach Stimmung. Das Drohverhalten gebärden die Tiere durch das Namensgebende Aufstellen ihres “Bartes”. Im Fachjargon: das radiäre Spreizen der Kehlhaut mit Aufrichten der Stachelschuppen. Dieses Drohverhalten ist normalerweise bei den adulten Bartagamen Männchen entwickelt. Wenn sie das Maul aufreißen bewirkt die gelbliche Mundschleimhaut einen interessanten Kontrast zur dunklen Schuppenfärbung. Bei dieser Aktion wird nicht nur die mit Stachelschuppen besetzte Kehlhaut des Tieres, sondern ebenso die stachelige Mundwinkel Region mit Unterstützung des Zungenbeines ganz extrem gespreizt. Durch diese starke Spreizung ist die schwarze Schuppenzwischenhaut ausnehmend gut zu sehen.

In der Terrarienhaltung passen sich die adulten Reptilien rasch dem Pfleger an und zeigen nur in Ausnahmesitutaionen noch das Drohverhalten. Wenn sich ein Bartagame allerdings erschreckt, fühlt er sich provoziert und zeigt vermutlich diese Drohgebärde. Auch wenn er sich bedroht fühlt, durch das plötzliche Auftauchen eines anderen Haustiers könnten Ihre Bartagamen den aufgestellten Bart und das aufgerissene Maul zeigen. Die beiden großen, Pogona barbata und Pogona votticeps zeigen das komplette Angebot ihres Imponiergehabes regelmäßig wenn sie sich bedroht fühlen. Das Aufrichten des „Bartes“ und das kräftige Maul mit den gefärbten Schleimhäuten sieht schon sehr imposamt aus. Der „Minidrache“ faucht zusätzlich mit drohend geöffnetem Maul. Auch der Rumpf wird in eine ganz abgeflachte und schräg gestellte Drohhaltung gebracht. Zusätzlich zu diesem Szenario werden die Stachelschuppen dargeboten und heftig mit dem Schwanz geschlagen. Recht selten wird der vermeintliche Feind auch angesprungen und gebissen.

Balz- und Territorialverhalten der Bartagamen

Erreichen Ihre Tiere die Geschlechtsreife, kommen alle Balzverhaltensweisen zum Tragen. Zur Fortpflanzung zählen sowohl das Balzen wie auch die üblichen Territorial Rituale. Das Alphamännchen überwacht sein Terrarium. Es duldet gerade in dieser Zeit keine konkurrierenden männlichen Bartagamen. Alle weiblichen Mitbewohner werden nicht nur toleriert sondern in der Paarungszeit ebenfalls angebalzt. Die Begegnung zweier geschlechtsreifer adulter Männchen endet in der Regel immer im ritualisierten Territorialverhalten.

In der Regel wird eines der männlichen Bartagamen gewillt sein, die Flucht anzutreten oder zumindestens durch Beschwichtigungsgebärden, z.B. das Ärmchen zu drehen. Sollte dies nicht der Fall sein, beginnt ein Ritual. Beide Tiere färben sich in der Kehlregion dunkelschwarz und spreizen die Kehlhaut. Während dessen beginnt ein starkes Kopfnicken. Mitunter bewegt sich hierbei auch der Vorderkörper heftig. Durch ein leichtes Strecken und Beugen der Vorderbeine wirkt dieses Gebaren wie „Liegestütz Bewegungen“. Beide Tierkörper sind jetzt abgeflacht und sie stellen sich seitwärts einander zugewandt auf. Dies dient dazu dem Gegner möglichst groß und mächtig zu imponieren. In dieser Haltung umkreisen sich die aufgeregten Kontrahenten. Sie bleiben ausgerichtet während dessen mit der Rumpfseite zueinander ausgerichtet. Sie probieren ununterbrochen, den Rivalen zu beeindrucken, indem sie ihn in die Stachelschuppen an Hals und Rumpf beißen. In dieser Region sind Bartagamen vor Verletzungen allerdings hervorragend geschützt. Hat eines der Tiere einen festen Haltebiss untergebracht versucht es meist, seinen ganzen Körper durch ruckartige Vorwärtsbewegungen über den Rivalen zu bugsieren. Das unterlegene Männchen bleibt, um dem anderen die Unterwerfung zu bestätigen, ganz ruhig liegen. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, dass es sich freischlängelt und wegläuft. Das sieht meist spektakulär aus, denn es schleift das festgebissene oben liegende Tier noch ein Stück mit bei der Flucht. Wirklich starke Beschädigungen bei diesen Kämpfen sind bei Bartagamen äußerst selten. Wichtig ist hierbei jedoch, das ein unterlegenes Männchen sich aus dem Dominanzbereich des anderen entfernen kann.

Die ritualisierten Kraftproben in solch einem Kampf sind wichtig für die stärksten Männchen, denn nur dadurch erhalten sie in der Natur ihr Territorium aufrecht. Sie wissen instinktiv, dass sie nur dadurch einen Zugang zu den beeinflussbaren Weibchen haben. Das beschriebene Abdunkeln der Kehlregion, die Schulterflecken usw. wird erfahrungsgemäß beim Alpha Männchen beobachtet.

Das Balzverhalten des Männchens wird durch Kopfnicken in Richtung der Weibchen ausgedrückt. Vielfach wird das Weibchen weiteres Paarungswerben des Männchens provozieren. Dies geschieht indem die Barthagamendame passiv und ruhig einfach unbeeindruckt sitzen bleibt oder bestenfalls den Schwanz einmal leicht anhebt. Vor der Paarung setzt das Männchen einen Paarungsbiss im Nacken oder im seitlichen Halsbereich seiner Herzensdame an.

Die demütigen Verhaltensweisen von Bartagamen

Die weiblichen und die unterlegenen männlichen Bartagamen handhaben in bestimmten Situationen die dazu passenden Verhaltensweisen. Das entsprechende Verhalten dient dazu, die dominanten Tiere wieder zu beruhigen. Bekannte und klassische Demutsgesten sind zum Beispiel das bedächtige Nicken mit dem Kopf. Weitere beschwichtigende Gesten sind die Bewegung des Oberkörpers, die aussieht wie eine Verbeugung und das Drehen und Winken mit den Vorderbeinchen. Der Arm wird bei dieser Geste im Schultergelenk entlang der gesamten Körperachse gedreht.

Bartagamen Verhalten

Die Thermo Regulation der Bartagamen

Sämtliche Reptilien, also auch die Bartagamen sind poikilotherm, das bedeutet sie sind wechselwarm. Die Sonne ist wichtig für Bartagamen, schließlich stammen sie aus dem Sonnenkontinent Australien. Die Sonneneinstrahlung ist also einer der ausschlaggebenden Faktoren im Tagesablauf und Jahresrythmus der Tiere. Zum Wohlfühlen und den Stoffwechsel benötigen sie zwingend festgelegte Temperaturen und auch Helligkeitswerte im Terrarium. Bartagamen lebten in ihrer Heimat vor allem in Trockengebieten. Durch die Wüstenhitze haben sie gute Taktiken entwickelt, um mit wenig Wasser auszukommen. Durch die hohe Sonnenintensität ihres natürlichen Lebensraums und den Luft Temperaturen von fühlbar über 40° C und die enorm hohen Oberflächen Temperaturen, die in der Wüste bis zu 70° C erreichen mussten sie sparen um dem Hitzetod zu entgehen. Dermaßen hohe Temperaturen im Terrarium wären für die Bartagamen innerhalb kurzer Zeit tödlich. Schaffen Sie in jedem Fall geeignete Thermoregulatoren an. Bartagamen haben zwar die Möglichkeit, ihre Körpertemperatur in einem eigenen physiologischen Bereich zu halten. Das brauchten sie auch um in einem lebensfeindlich anmutenden Wüstengebiet zu überleben. Trotzdem sollte der Pfleger für ein angenehmes Klima im Terrarium sorgen.

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36 Kommentare… add one
  • colleen 1966

    Ich habe eine Bartagame, die bzw. er ist schon fast 7 Jahre alt, er ist stets im Winter sehr träge, im Frühjahr kratzt er std. lang an der Scheibe! Dann müssen wir ihn raus holen und dann will er über den Teppichboden laufen!

    Dann will er garnicht mehr zurück, ins Terrarium aber ich mache es weil seine Körperfarbe sich verändert er wird dunkel!!! Jackson so heißt er, will aber sofort wieder raus,er kommt dann zu mir oder meiner Tochter auf den Arm /Bauch nur wenn er wieder rein soll wird er wieder wild! Und kratzt wieder stundenlang an der schreibe, bis einer von uns ihn wieder rausholt.

    2 fragen habe ich

    1. wie alt werden sie überhaupt? habe schon unterschiedliche antworten bekommen!
    2. Warum will er immer nur bei uns menschen im frühjahr sommer sein?

    ps: er mag keine weibchen hatte es mal versucht gab nur stress!

    HILFE!

  • Manuela

    Hallo Colleen,

    Bartagamen sind Einzelgänger. Es ist also völlig normal, wenn er Artgenossen gegenüber nicht freundlich reagiert.
    15 Jahre können Bartagamen schon werden. Im Winter würden sie Winterruhe halten. Deshalb wird er ruhiger. Lies dir doch mal hier auf der Seite den Beitrag über die Winterruhe durch. Im Sommer ist er eben aktiver, weil er auch in der Natur auf Weibchensuche gehen würde. Da wird ein Terrarium schnell mal zu klein. Die Schwarzfärbung kommt, wenn Bartagamen aufgeregt sind.

    Viele Grüße
    Manuela

  • Nico.M

    also ich weiß auch nich alles aber ich will dir mal helfen also das alter ich habe gelesen 15-20 jahre ich habe aber auch schon eine bartagame gesehen die 24 jahre alt ist also ich würde mal so auf 15-20 jahre tippen Und zu der2. frage ich weiß auch nich vieleicht hat er hunger oder er möchte einfach nur raus frage wie groß ist dein Terrarium und wie groß ist deine Bartagame

  • barty

    Sorry wenn ich berichtgen muss, aber Bartagamen sind in der Natur, jedenfalls wo ich sie in Australien beobachten konnte, absolute Einzelgänger. Nur zur Paarung kommen M und W zusammen. Meine Meinung ist auch, dass man Bartis so naturgetreu wie nur möglich halten sollte.
    Tut mir Leid, aber es war mir ein Bedürfnis, denn ich habe Bartis in der Natur beobachtet und nie, eine Horde Bartagamen gesehen. Aber vielleicht hat sich die Zeit ja geändert. Was allerdings nur beim Menschen möglich wäre, da er hein Instinkt besitzt. Wie schade aber auch.
    Mit freundlichen Gruß, baty

  • Manuela

    Hallo barty,

    du hast völlig Recht. Bartagamen werden oft nur deshalb zu mehreren gehalten, weil die Menschen es so wollen. Sie denken, sie tun den Tieren immer einen Gefallen, doch für so eine Haltung braucht es schon viel Platz und Feingefühl, um zu merken, wenn es nicht Unstimmigkeiten gibt. Das ist in der Tat nur bei wenigen vorhanden.

    Viele Grüße
    Manuela

  • franzi

    Hallo habe mal ne Frage mein bardargam Weibchen ist grade dabei ihr Eier abzulegen was soll ich jetzt machen?

  • Manuela

    Hallo Franzi,

    erst einmal nichts, denn die Eiablage schafft sie gut alleine.
    Du könntest dir aber überlegen, ob du sie “ausbrüten” möchtest oder nicht. Wenn nicht, nimmst du sie raus, wenn dein Weibchen fertig ist, machst sie kaputt und entsorgst sie.

    Viele Grüße
    Manuela

  • Alice

    Hallo
    also, meine Bartagame ist 3 Jahre alt und wenn ich sie beobachte, fällt mir auf, dass sie ziemlich fleckig aussieht. Also nicht sie ganz ist dunkel gefärbt, nur einzelte Stellen. Außerdem ist sie (nicht direkt am Bart, so an den Seiten, wenn man versteht, was ich meine) blau.
    Ist das irgendein Anzeichen, auf irgendeine Krankheit, oder so?
    LG Alice

  • Manuela

    Hallo Alice,

    es gibt translucente Bartagamen, bei denen die Haut durchscheinend ist und manchmal sieht es durch die sichtbaren Blutgefäße und Organe so aus, als wenn sie blau wären. Es gibt aber auch blaue Bartagamen. Die sind nie ganz blau, sondern haben nur an den Seiten blau und auf dem Rücken bläuliche Flecken. Sie sind sehr selten. Wir hätten gern ein Foto. :-)

    Viele Grüße
    Manuela

  • Phil

    Hallo ers mal.. Ich habe seid gestern eine 4 wochenalte Zwergbartagame (zu 90% männchen) er ist von einem Züchter, zu 100% keine Inzucht und wirkt eigentlich ganz gesund.. nun mein Terraium ist aus holz und 120x60x60 groß er hat auch einen Wärmespot und UV licht.. normalerweise dürfte es ihm an nichts fehlen.. ich beobachte ihn nun schon seid ich ihn habe.. die meiste zeit verharrt er an einem platz für mehrere stunden und hat auch oft die Augen zu.. heute konnte ich beobachten wie er den GANZEN tag am “wärmeplatz” verbracht hat… er frisst Insekten und hat auch schon angefangen Rukula anzuknabbern.. manchmal schaut er auch aufmerksam um sich… trotzdem wirkt er mir sehr faul und da er die Augen so oft geschlossen hat bitte ich um HILFE !

  • Manuela

    Hallo Phil,

    Ferndiagnose ist etwas schwierig. Hast du die Temperaturen kontrolliert? Passen sie? Ist es hell genug?
    Dass Bartagamen den ganzen Tag unter der Sonne sitzen, ist nicht so ungewöhnlich. Sie bewegen sich manchmal weniger als man als frischgebackener Halter vielleicht denkt.
    Auch dass er frisst, ist ein gutes Zeichen. Im Zweifel solltest du einen Tierarzt aufsuchen, doch manchmal hilft es schon, die klimatischen Bedingungen zu optimieren.

    Viele Grüße
    Manuela

  • Chris

    @Phil

    meine bartagame sitzten auch den ganzen tag “blöd” rum .. tauschen ihre sonnen plätze o.ä.
    soweit ich weiß wen er unter der wärmelampe liegt und augen zu hat das er sich wohl fühlt .. meine machen das auch … teilweise machen sie auch den mund auf …
    wen er immer schön gemüse/ost und insekten zu sich nimmt ist doch alles kein problem …
    Lg

  • Dani

    Hey ich hab da mal eine frage!
    Ich habe mir vor einer Woche eine bartagame geholt die schon 3 Jahre alt ist, weil meine alte jetzt vor kurzem mit 18 Jahren gestorben ist…..
    Die neue (Vic), legt aber noch ein fast ängstliche Verhalten an den Tag, ist das normal? Bzw wie lange dauert es wohl bis sie/er sich an mich gewöhnt hat? !

    Lg dani

  • Manuela

    Hallo Dani,

    möglicherweise hat sie einfach nur der Umzug verstört. Vielleicht ist bei dir in der Umgebung des Terrariums auch mehr los als beim Vorbesitzer?
    Mit etwas Zeit und Geduld wird sie sicher etwas ruhiger. Es gibt aber auch bei Bartagamen unterschiedliche Charaktere von schüchtern-ängstlich bis mutig-zutraulich.

    Viele Grüße
    Manuela

  • Danny

    Hallo zusammen,
    Ich habe seit einigen Tagen eine 1,5 jährige männliche Bartagame.
    Ich mache mir große Sorgen. Er sitzt die ganze Zeit auf einer Stelle…nur bei lebendfutter wird er aktiv….was soll ich tun?
    Lg Danny

  • Manuela

    Hallo Danny,

    es ist völlig normal, dass Bartagamen “herumsitzen”, solange sie ansonsten einen guten Eindruck machen, die Augen auf sind und sie auf Reize in ihrer Umgebung reagieren. Hast du das Gefühl, dass sie apathisch ist, kontrolliere die Beleuchtung in deinem Terrarium, vor allem die Temperatur, und statte einem reptilienkundigen Tierarzt einen Besuch ab.

    Viele Grüße
    Manuela

  • Nick

    Hilfe!!
    Meine 5 jährige Bartagame hat ihren Körper hell und ihre Kehle dunkel gefärbt. Was soll ich tun??

  • Manuela

    Hallo Nick,

    meistens handelt es sich um normales Drohverhalten eines Bartagamen-Männchens.
    Geht die Schwarzfärbung aber auch im Ruhezustand nicht weg, solltest du einen Tierarzt aufsuchen.

    Viele Grüße
    Manuela

  • Barti Simpson

    Also wenn sie hell gefärbt ist das meist ein anzeichen für zu wenig uv strahlung. Der dunkle bart kann von parasiten kommen. Hab meinen jetzt schon 13jahre und habe das alles auch schon durch gemacht mit parasiten.

    Es sind ja nur noch ein paar wovhen bis (jedenfalls meinet) er die winterruhe einstellt. Daher bring kot zum repetiliendoctor.

    Tausch einfach mal deine uv strahler aus oder überpfüfe ob diese überhaupt ausreiche

    Mfg

  • Pascal Bühler

    Ich habe ein Problem mit meinen 2 Bartagamen (Rotschimmer)
    Geb 12.05.15
    1x m / 1x w Geschwister

    Habe für die Tiere ein 4mx1mx1m Terrarium gebaut mit verschiedenen Wärmezonen.

    In einer grossen Höhle herrschen Temperaturen von 25°C, an “sonnigen” Plätzen bis zu 55°C
    Im Winter jeweils ca 5°C-8°C weniger.

    Es gibt UVA, UVB und Infrarotlampen. Fürs Tageslicht verwende ich 2 LED Bänder. Zusätzlich habe ich einen Heizstein (Ich weiss, dass das nicht natürlich ist, jedoch scheinen es die Tiere sehr zu mögen, da sie sehr oft auf diesem Stein sitzen.)

    Ich füttere hauptsächlich Wüstenheuschrecken und Heimchen, zwischendurch etwas Grünzeugs

    Die Tiere sind extrem aktiv und klettern und rennen wie die Wilden, wenn sie nicht gerade an der “Sonne” schlafen.

    Das Problem ist nun aber, dass vor allem das Männchen sehr aggressiv ist. Kaum nähert sich ihm ein Mensch öffnet er den Mund, stellt seinen Kragen auf und faucht teilweise. Oft schnappt er auch nach der Hand. Letztes Mal ist er mir ins Gesicht gesprungen und hat mich in die Lippe gebissen. Da ich mir sicher bin, dass er nicht knutschen wollte, bin ich auf der Suche nach Mitteln gegen seine Aggressivität.

    Wenn ich ihn einfangen kann und ihn mit Mühe etwa 10 min bei mir halten kann und ihn intensiv streiche, beruhigt er sich dann aber und schliesst manchmal sogar die Augen. In diesem Moment versucht er auch nicht mehr weg zu rennen.

    Hat jemand ähnliches schon erlebt?

    Hat jemand einen Tipp, wie ich das tier beruhigen kann

    Besten Dank schon Mal

    Pascal

  • Manuela

    Hallo Pascal,

    ein Terrarium in Traumgröße. Wenn es doch alle Bartagamen so gut hätten.
    Mit Infrarotlicht und Heizsteinen solltest du vorsichtig sein, weil Bartagamen Licht mit Wärme verbinden und sich an allem, was Hitze, aber kein helles Licht abgibt, schnell mal verbrennen können. Hast du das Gefühl, dass das Terrarium hell genug ist?
    Wie lange hast du deine Bartagamen denn schon? Reduziere doch mal den Insektenanteil und füttere mehr Grünfutter. Besonders beliebte Insekten könntest du per Hand füttern, in der Hoffnung, dass du als Futtergeber irgendwann im Revier deines freundlichen Haustieres willkommen bist. ;-)

    Viele Grüße
    Manuela

  • Christine Igel

    Hallo, wir haben gestern 3 Bartis von einem Vorbesitzer übernommen. Sollen 1männchen und 2 Weibchen sein. Jetzt bin wegen den Geschlechtern verunsichert, 2bartis haben sich gestern mit schwarzem Bart und abgeflachten Körper , wild nickend umkreist und einer wurde hinten an der leiste gebissen. Alle 3 sind 14 Monate alt. Ist das noch balz?
    LG
    Christine

  • Manuela

    Hallo Christine,

    das muss nicht unbedingt bedeuten, dass du nun zwei Männchen hast. Auch Weibchen können ihren Bart schwarz färben, tun es aber eher selten. Doch wenn ein Männchen zu aufdringlich ist, wehrt es sich auch mal. Hast du schon die typischen Geschlechtsmerkmale vergleicht wie Femoralporen und Perinealtaschen?

    Viele Grüße
    Manuela

  • Lea

    Hallo, unser barti ist eigentlich sehr aktiv und klettert überall herum. Aber heute wollte ich ihn streicheln weil ihn das sehr beruhigt (männchen, fast 46cm groß und hat helle Farben), aber er hat sein Maul aufgerissen, den Kragen aufgestellt , mit dem schwanz geschlagen und mich angefaucht. Das hat er nur sehr selten getan und ich mache mir sorgen ob er uns für feine hält.
    Das Futter ist auch immer sehr abwechslungsreich und auch wenn mal Sonne durchs Fenster scheint, lassen wir ihn auf einem halben Baumstamm am Fenster sitzen damit er Sonne abbekommt.
    Ist meine bartagame Wild geworden, weil er ja mich richtig angefaucht hat?

  • Manuela

    Hallo Lea,

    mach dir keine Sorgen. Vielleicht fühlte er sich einfach nur bedroht.
    Bartagamen bleiben sehr ursprünglich in ihrem Verhalten und gehen nie so eine enge Bindung zu ihren Menschen ein wie Hunde oder Katzen.
    Man tut ihnen keinen Gefallen, wenn man sie ständig streichelt und rausnimmt. Wenn Bartagamen ruhig sind und die Augen dabei schließen, ist es sogar ein Zeichen für Unwohlsein, obwohl wir Menschen immer für das Gegenteil halten. Und dein Barti ist womöglich ein Männchen und diese verteidigen für gewöhnliuch auch mal ihr Territorium.
    Das Verhalten deines Barti ist somit völlig normal.

    Viele Grüße
    Manuela

  • Andrea

    Hallo,
    Wir sind vor kurzem umgezogen und unsere Bartagame natürlich auch =) nun ist es seit 2 Tagen so das das Weibchen dauerhaft hell gefärbt und dauerhaft platt ist trotzdem sie unter der Wärme Lampe liegt was kann mit ihr los sein??

  • Manuela

    Hallo Andrea,

    habt ihr an der Beleuchtung etwas geändert? Wie alt ist eure UV-Lampe bzw. welche Lampen nutzt ihr und wie sind die Temperaturen im Terrarium?
    Das Verhalten spricht dafür, dass es an UV fehlt (nach etwa einem halben Jahr muss man die Lampen erneuern) oder an Wärme.

    Viele Grüße
    Manuela

  • Frederik

    Hallo
    ich habe letzte Woche meinen ersten Bartagame bekommen 7 (m) .Optisch schaut er gut aus. Er ist neugierig, verspielt ( wenn man das so nennen kann ) und ziemlich aktiv. Nun er verschmäht alles was nicht hüpft…. Mören / Grün , Blattsalat ,Apfel usw rümpft er nur die Nase und denkt nicht dran es zu essen … Ist das normal nach nem Umzug oder kann das an der falschen Haltung des Vorbesitzers liegen ?:/
    Sein Bart ist auch die ganze Zeit schwarz jedoch bedroht er mich nicht sondern kratzt 2-3 mal am Tag am Terrarium und möchte raus / springt mich förmlich an und haftet an meinem Pullover und krabbelt auf mir rum läuft überm Tisch und kommt wieder zu mir.

    Das Terrarium besteht aus 2 Teilen -> 100*80*90 tems 30Grad im Schnitt 2.-> 90*80*80 Temps um die 40-50 Grad

  • Manuela

    Hallo Frederik,

    dass sich deine Bartagame schwarz färbt, zeigt seine Aufregung und kann noch an der Umstellung durch den Umzug liegen.
    Denke dran, dass Freilauf in der Wohnung etwas bedenklich ist, weil die Temperaturen zu niedrig sind.

    Weißt du, was er bei Vorbesitzer bekommen hat? Junge Bartagamen fressen fast ausschließlich Insekten, müssen aber an pflanzliche Nahrung gewöhnt werden. Das fällt einigen nicht so leicht, denn manchmal muss man sein Tier die Insekten vorenthalten, weil sie lieber ein paar Tage hungern anstatt Grünfutter zu fressen. Also schau, dass du täglich Grünfutter anbietest und die Insekten reduziert.

    Viele Grüße
    Manuela

  • Daniela

    Hallo,ich habe eine ca.11 Jahre alte bartagam aus schlechter Haltung übernommen ( männlich).mein Problem ist das er nur lebendfutter möchte.laut vorbesizter soll er alles fressen.ich habe ihn im Sommer bekommen da war er viel zu dünn,laut Tierarzt sollte ich ihm viel lebendfutter geben .er wurde vor der winterruhe auch entwurmt. Jetzt nach der winterruhe ist er fit,will aber immer noch nichts anderes fressen außer alles was sich bewegt. Was kann ich tun?
    Viele Grüße
    Daniela

  • Manuela

    Hallo Daniela,

    das ist nun Gewöhnungssache. Hier hilft nur “herumprobieren”. Verschiedenes anbieten, weil die Geschmäcker unterschiedlich sind. Löwenzahnblüten mögen die meisten Bartagamen zum Beispiel sehr gern. Und als Halter hart bleiben.

    Schöne Grüße
    Manuela

  • Michael Schreck

    Ja das Problem habe ich auch 8 jähriges Männchen seit 3 Jahren aus schlechter haltung frisst nur lebend Futter habe alles probiert. Ich weiss auch nicht was ich machen soll. Er ist gut drauf kotet regelmässig sieht gut aus aber habe angst das er durch die Ernährung nicht so alt wird.

  • Manuela

    Hallo Michael,

    probiere ein wenig herum. Wildpflanzen von draußen, Blüten von Löwenzahn, mit Insekten gemischt,… Aber gib ihm nicht täglich Lebendfutter. Auch einen Tag hungern wird es nicht ändern, denn dann wartet er einfach ein paar Tage bis wieder etwas kommt. In der Natur verhungern keine Bartagamen, weil sie keine Pflanzen mögen. ;-)

    Schöne Grüße
    Manuela

  • Melanie

    Guten Tag ich habe da mal eine frage wo ran erkennt man das Alter von Bartagame

  • Niklas

    Ich habe seit 2 Jahren eine Zwergbartagame. Kyuubi habe ich damals gebraucht gekauft und sie hatte noch vom Vorbesitzer Parasiten gehabt. Ich konnte sie wieder aufpeppeln aber seitdem ist frisst sie wenig bis garkein Gemüse/Grünzeug. Sobald sie aber die Heuschrecken sieht ist sie ganz wild darauf. Auch der Versuch auf Lebendfutter zu verzichten damit sie Grünfutter isst war gescheitert. Wasser gebe ich ihr über eine Pipette weil sie nie aus dem Wassernapf trinkt.

  • Manuela

    Hallo Niklas,

    deine Zwergbartagame hat während ihrer Krankheit sicher überwiegend Insekten bekommen, weil sie so schlecht gefressen hat, oder?
    Das merken sie sich natürlich und hungern lieber ein paar Tage, weil sie wissen, dass irgendwann die Heuschrecke kommt. Da muss man als Halter den längeren Atem haben und vielleicht auch mal etwas schummeln, damit sie wieder auf den Geschmack von Grünfutter kommen. Z.B. das Insekt vorher in püriertes Grünfutter tunken. Tote Insekten klein geschnitten zwischen Grünfutter verstecken usw.

    Viel Erfolg.
    Manuela

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