Lebensraum und Lebensweise von Bartagamen

Lebensraum und Lebensweise von Bartagamen

Vorwort

Der heimatliche Lebensraum der Bartagamen ist Australien. Die Arten der Gattung Pogona stammen ausnahmslos alle aus Australien. Die unterschiedlichen Bartagamen Arten bewohnen ein beträchtliches Verbreitungsgebiet, in praktisch allen Trockengebieten dieses Kontinents. Die feuchteren Regionen Australiens mögen sie nicht so, sie sind Wärme- und Sonnenanbeter. Im äußersten Norden, dem Südosten und Südwesten sowie im Bereich, direkt vor Tasmanien findet man keine Bartagamen. Sie können die Tiere ansonsten überall auf der Insel leicht finden, denn sie sind nicht ängstlich. Alte Knochenfunde belegen, dass die Bartagamen vor 10-16.000 Jahren auch auf Kangaroo – Island angesiedelt waren. In der heutigen Zeit findet man sie dort nicht mehr, sie sind wohl in diesem Lebensraum zwischenzeitlich ausgestorben.

Lebensraum der Bartagamen und ihre Lebensweise

Bartagamen können Sie in Halbwüsten, Steppen, Baumsteppen, in lichten trockenen Wäldern und auch in trockenfeuchten Biotopen vorfinden. In ihrem natürlichen Lebensraum sind Bartagamen eigentlich recht häufig anzutreffen. Der Suchende muss allerdings ein ganz geübtes Auge haben, um die frei lebenden Bartagamen auch zu finden. Sie sitzen in der Regel bewährt getarnt im Gestrüpp. Verstecke nah an Bäumen sind bei ihnen auch sehr beliebt, deswegen ist es schwierig, die Tiere auszukundschaften. Die passende Tarnfärbung und die Stachelschuppen tragen dazu bei, dass die Konturen der Tiere sich ihrer Umgebung total anpassen. Entsprechend der Tages- und Jahreszeit machen sie auch auf asphaltierten Straßen breit. Dies tun sie in der Regel um sich aufzuwärmen. Durch ihre auffallende Färbung heben sie sich eigentlich von der schwarzen Fahrbahn deutlich ab. Solange ein Auto an Ihnen vorbeifährt bleiben sie meist ruhig sitzen, dies wird ihnen, wie auch unseren heimischen Igeln, leider häufig zum traurigen Schicksal. Auf Australiens Straßen werden sie alljährlich leider zu Tausenden überfahren. Ihr Warnmechanismus funktioniert immer erst dann, wenn das Auto anhält und das Schloss beim Öffnen der Tür klickt. In diesem Moment rasen sie mit nach oben gebogenen Schwanz um ihr Leben.

Bartagame leben gerne alleine. Ihre Lebensterritorien liegen jedoch in der Wildbahn dicht beieinander. Alle Männchen besetzen ein Territorium, das mehrere Quadratmeter umfasst. An der Peripherie des männlichen Lebensraumes halten sich die weiblichen Bartagamen auf. Sie leben in der Bereitschaft, sich in der üblichen Paarungszeit besamen zu lassen. In der Paarungszeit nehmen die Weibchen durchaus aktiv teil. Sie haben in dieser Zeit ein auffälliges Verhalten, um das normalerweise sehr dominante Männchen auf sich aufmerksam zu machen. Die männlichen Bartagamen sind schon durch ihr Imponier Gehabe auffällig. Um einen Überblick über das eigene Territorium zu haben, sitzen sie immer gerne etwas erhöht. Bevorzugte Sitzplätze sind zum Beispiel große Steine, ein Baumstumpf, verkrustete Baumstämme oder auch Termitenhügel. Auf diesen Panoramaplätzen sitzen sie und nicken häufig. Sie halten sich auch in besiedelten und landwirtschaftlich genutzten Gebieten auf. Dort wurden sie auch schon an Telegrafen Masten und auf Zaunpfählen beobachtet. Wenn Gefahr im Verzug ist, lassen sich die Tiere einfach auf den Boden gleiten. In Windeseile entschwinden sie dann rasch in hohen Gäsern oder in einem dichten Gestrüpp. Es kann auch vorkommen, dass sie sich lediglich kurz wegbewegen vom erkannten Eindringling. In diesem Fall vertrauen sie einfach auf ihre perfekte Tarnung. Bartagame mögen keine glatten Eukalyptusbäume.

Bartagamen: Biologie, Pflege, Zucht, Erkrankungen, Zuchtformen
  • Gunther Köhler, Karsten Grießhammer, Norbert Schuster
  • HERPETON

Die Aktivitäten der Reptilien ordnen sich im Natur Lebensraum einem bezeichnenden Jahreszyklus unter. Der Rhythmus ist abhängig von Regen, der Sonnenschein Dauer und den verschiedenen Jahreszeittemperaturen. Die Bartagamen Art Pogona barbata, die im südwestlichen Queensland häufig vorkommt, ist von September bis Mai betriebsam. Diese Tiergattung verbringt die restlichen Monate weitgehend in einer Ruhephase. Sämtliche Bartagamen pflanzen sich ausnahmslos Eier legend fort. Die Gelege Größe kann zwischen fünf und fünfunddreißig Eiern im Gelege betragen. Die Menge variiert, wie diese zahlen zeigen sehr und gelegentlich sind es auch noch mehr. In einer Saison werden zur Fortpflanzung mehrere Gelege mit Eiern gefüllt. Nach dem Ablegen werden die Eier von den weiblichen Bartagamen im Boden vergraben. Hierbei gehen sie sehr sorgfältig vor, meist sind sie erst nach mehreren Probegrabungen zufrieden. Nach der gesamten Inkubationsdauer schlüpfen die Jungen Bartagame. Die Inkubationsdauer Temperatur abhängig, man kann von einer Gesamtdauer von 63-96 Tagen ausgehen. Eine besondere Brutpflege führen die Bartagamen nicht durch. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beleg darüber, dass ein Weibchen die Eiablagehöhle vor dem Schlüpfen der Jungen aufgraben würde. Dies würde dem Nachwuchs schließlich das Ausgraben sehr erleichtern. Eine solche These ist bisher von Niemandem bestätigt worden und ist somit zumindest einmal fraglich.

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1 Kommentar… add one
  • Andrea

    Ich merke gerade in diesem Moment dass ich diese Seite deutlich ofter lesen sollte – da kommt man echt auf Ideen

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